Zivilkapitalismus – Wir können auch anders

C8DcxGvvHTVX8FcPdqGX01sHngDer Kapitalismus befindet sich in der Krise. Darum gilt es jetzt – mehr denn je – die Ökonomie als ein Werkzeug der Befreiung zu begreifen, ein Instrument der Autonomie, ein Mittel zur Selbständigkeit und Wahrung der Menschenwürde. Wir alle sind Akteure in der Welt von Wirtschaft und Kapital – vor allem aber haben wir die Wahl: Wir können sehr wohl einen Zivilkapitalismus gestalten, der uns gerecht wird und der gerecht ist, wenn wir anfangen ihn als Werkzeug zu nutzen – statt ihn als Feindbild zu verteufeln. Dafür streitet Wolf Lotter mit seinem neuen Buch:

Zivilkapitalismus – Wir können auch anders

Wolf Lotter positioniert sich sowohl gegen diejenigen, die den homo oeconomicus dämonisieren, als auch gegen die kritiklosen Umarmer des Systems. Wir alle sind Akteure in der Welt von Wirtschaft und Kapital – vor allem aber haben wir die Wahl: Wir können sehr wohl einen Kapitalismus gestalten, der uns gerecht wird und der gerecht ist.
Der Kapitalismus ist ein Kind der Aufklärung und ihr letztes und wichtigstes Versprechen. Nichts hat die Lage der Welt so verbessert und die Menschheit aus dem kurzen und brutalen Leben geholt wie er. Ist er doch die einzige bekannte Methode zum Erzielen von Wachstum und damit Gerechtigkeit und Teilhabe. Er hat sich in nahezu allen Kulturen und Gesellschaften durchgesetzt, auch in denen, die explizit gegen ihn errichtet wurden.
Und dennoch: Der Kapitalismus befindet sich in der Krise. Darum gilt es jetzt – mehr denn je – die Ökonomie als ein Werkzeug der Befreiung zu begreifen, ein Instrument der Autonomie, ein Mittel zur Selbständigkeit und Wahrung der Menschenwürde. »Zivilkapitalismus« bedeutet, dass der verantwortungsvolle Bürger sich die Ökonomie aneignet, als Ganzes, als Gestaltungsmittel, als Instrument zur Weltverbesserung. Von der Ohnmacht zur Marktmacht des Einzelnen – dafür streitet dieses Buch.
Originaltext und Verlagsinformationen

Plädoyer für Zivilkapitalismus

von Wolf Lotter aus „Wiener Zeitung“
Für den großen Ökonomen Joseph Schumpeter war der Fall schon zu Ende der 1930er Jahre klar: Dem Kapitalismus würde der Prozess gemacht – und der Ausgang des Verfahrens stünde natürlich fest: schuldig. Vielleicht könne man noch mit ein paar mildernden Umständen rechnen, ein paar Anklagepunkte abändern, hoffte Schumpeter damals. Aber sehr wahrscheinlich wäre das nicht. Hier machten sich die Kinder daran, die Revolution zu fressen. Das war Mainstream. Jeder fand das gut, zumal es der Politik gelungen war, die Schuld für die große systemische Krise der Zwischenkriegsjahre fast allein dem Kapitalismus, also einem ökonomischen Werkzeug, in die Schuhe zu schieben. Die Marktwirtschaft schien gegenüber der Planwirtschaft, auf die Faschisten und Stalinisten gleichermaßen setzen, hoffnungslos unterlegen zu sein. Das führte wieder in den Krieg oder in die anhaltende Diktatur, und die, die Glück hatten, lebten seither mit einer Politik, die sich auf John Maynard Keynes beruft, weil sie dessen temporären Vorschlag, im Krisenfall die Märkte auch durch politische Maßnahmen zu steuern, als Dauerzustand etabliert hat – um die eigene Macht zu sichern. Die meisten Intellektuellen finden das großartig – weil sie selbst längst Teil eines staatswirtschaftlichen Systems sind oder so wenig über die Märkte wissen, dass sie für sie die Ursache allen Übels sein können. Das ist zwar falsch, aber Mehrheitsmeinung. Kapitalismus ist Scheiße. Mehr muss man über Wirtschaft nicht wissen. Und wenn der Hut brennt, kann man immer noch die Politik rufen. …
Man wird fragen müssen, wie das gehen soll. Es geht nicht darum, dass man so weitermacht wie bisher. Es geht um das Missing Link der Aufklärung, der Emanzipation, die Fähigkeit, seine eigene Ökonomie gestalten und beeinflussen zu können – um eben, wie Rudi Dutschke das so richtig sagte, nicht zum „hilflosen Idioten der Geschichte“ zu werden. Über den Kapitalismus kann man sich streiten. Ihn einfach abzulehnen, ist schlicht die bequemste, die verbreitetste, die lächerlichste und dümmste Art, mit der Zukunft umzugehen. Zivilkapitalismus bedeutet, mindestens den Weg zu einer richtigen Bank zu kennen. Das ist nicht alles. Aber besser als das, was wir in Sachen bürgerlicher Selbständigkeit in der Ökonomie heute haben, nämlich nichts.
Volltext
Pressezitate
»Die Kritik am Antikapitalismus durch Lotter ist furios.« Neue Zürcher Zeitung (04.12.2013)
»Lotter führt erstaunlich viele bedenkenswerte Gründe an, sich mit unserem Wirtschaftssystem ehrlich auseinander zu setzen. Aus seiner Sicht ist der Kapitalismus nicht das Problem, wir selber sind es.« RBB Inforadio (11.09.2013)
»Wolf Lotter er hält es für elementar, dass die Menschen sich das nötige ökonomische Rüstzeug verschaffen, um den Kapitalismus in ihrem Sinne zu gestalten, denn die Interessen des heute dominierenden Industrie- und Finanzkapitalismus sind eben häufig andere, als die der Bürger. Hier kann man Lotter nur beipflichten, ebenso wie bei seinem Plädoyer für mehr Mut und Zivilcourage.« WDR Politikum (16.09.2013)
»Wer sich mit der Rolle des Einzelnen für notwendige gesellschaftliche Reformen beschäftigen will, dem sei das Buch des Journalisten Wolf Lotter empfohlen.« Deutschlandradio Kultur, Andruck (21.10.2013)
„Das Buch ist eine einzige Ermutigung, den Kapitalismus selbst in die Hand zu nehmen. … Ein ganz wunderbar anregendes Manifest“ IP Internationale Politik (01.01.2014)
»getAbstract empfiehlt das Werk allen, die wissen wollen, wie der Kapitalismus ist und wie er sein könnte.« getabstract (CH), 28.11.2013
»Zusammenfassend zitiert Wolf Lotter als Aufgabe Leo Tolstoi: ‚Damit die Lage der Menschen besser wird, müssen die Menschen selbst besser werden.‘
Es ist gut und wohltuend, dass endlich wieder jemand diese Forderung erhebt und Menschen ermutigt, selbst für ihre ‚Besserung‘ zu sorgen, anstatt nur nach der Wohlfahrt zu rufen.« lovelybooks.de
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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