Die Mauern oben, die Risse unten (und links)

„Wir müssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen. Heute. Durch uns!“                                                                                  

      Subcomandante Marcos
Nun denn, es könnte irgendwo in diesem bis aufs Blut zerkratzten Land sein, wegen der gewaltsamen Verschwundenen, der institutionalisierten Straflosigkeit, der Intoleranz als Regierungssystem, der Korruption als modus vivendi einer ekelhaften und bedeutungslosen Politikerklasse.
Aber es könnte auch irgendwo in diesem geheilten Land sein, geheilt durch die Hartnäckigkeit der Familienangehörigen, die ihre Fehlenden nicht vergessen, geheilt durch die hartnäckige Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit, den rebellischen Widerstand angesichts aller Schläge, Kugeln, Schlagstöcke, dem Bestreben, einen eigenen Weg ohne Gebieter, ohne Meister, ohne Retter, ohne Leiter, ohne Anführer zu errichten. Die Verteidigung, der Widerstand, die Rebellion, der Riss wird breiter und tiefer, durch die Kraft des Schmerzes und der Wut.
“Mexiko” wird dieses Land im Allgemeinen genannt, dieses Land, welches auf seine eigene Art und Weise die Krise widerspiegelt, die die ganze Welt erschüttert.
EZLN

Die Mauern oben, die Risse unten (und links)

Das Unwetter auf unserem Weg.
Für uns Männer und Frauen, zapatistische Originalvölker gibt es das Unwetter, den Krieg bereits seit Jahrhunderten. Sie kamen mit dem Schwindel der vorherrschenden Zivilisation und Religion in unser Land. Damals haben Schwert und Kreuz unsere Menschen ausgeblutet.
Im Lauf der Zeit hat das Schwert sich modernisiert und das Kreuz wurde von der Religion des Kapitals entthront, aber unser Blut wurde weiterhin als Opfergabe an den neuen Gott gefordert: dieser Gott heißt Geld.
Wir widerstehen, wir widerstehen immer. Unsere Rebellionen wurden beim Machtkampf der Einen gegen die Anderen ausgebootet. Die Einen und die Anderen, immer die von Oben, forderten von uns zu kämpfen und zu sterben um ihnen zu dienen, sie forderten von uns Gehorsam und Unterwerfung mit der Lüge, dass sie uns befreien würden. Wie jene, von denen sie sagten und sagen, dass sie sie bekämpfen, kamen und kommen sie um zu befehlen. So kam es zu angeblichen Unabhängigkeiten und falschen Revolutionen, die vergangenen und die uns noch ins Haus stehen. Die Oben wechselten und wechseln seit damals ständig, um schlecht zu regieren oder darum zu kandidieren. Und in den Kalendern von einst und jetzt ist ihr Vorschlag derselbe: wir setzen unser Blut ein, während sie regieren oder so tun als ob.
Und damals wie jetzt vergessen sie, dass wir nicht vergessen.
Und immer ist die Frau unten, gestern und heute. Einschließlich im Kollektiv das wir waren und sind.
Aber die Kalender brachten nicht nur Schmerz und Tod für unsere Völker. Als die Macht sich ausdehnte, schuf sie auch neue Verbrüderung im Elend. Wir sahen den Arbeiter und den Landarbeiter, die mit unserm Schmerz eins wurden und unter den vier Rädern des tödlichen Wagens des Kapitalismus liegen.
So wie die Macht im Lauf der Zeit voranschritt, so wuchs und wuchs das Unten, vergrößerte sich die Basis, über der die Macht ist. Wir sahen dann, wie sich Lehrer, Studenten, Handwerker, kleine Unternehmer, Akademiker, etc. mit unterschiedlichen Namen aber denselben Leiden anschlossen.
Es reichte nicht. Die Macht ist ein exklusiver, ausschließender, auserlesener Raum. Und dann wurde das Anderssein auch offen verfolgt. Die Farbe, die Rasse, der Glaube, die sexuelle Präferenz wurden aus dem versprochenen Paradies ausgestoßen und die Hölle war ihre ständige Bleibe.
Dem folgte die Jugend, die Kindheit, das Alter. So hat die Macht die Kalender zur Materie der Verfolgung verwandelt. Alle Unten sind schuldig: weil sie Frau sind, Kind sind, jung sind, erwachsen sind, alt sind, weil sie Menschen sind.
Aber, durch die Ausdehnung der Beraubung, Unterdrückung und Diskriminierung hat die Macht auch den Widerstand…und die Rebellionen vergrößert.
Wir sahen damals so wie heute, dass sich der Blick von Vielen, Männern, Frauen und AndereN erhob. Verschieden aber ähnlich in der Wut und in der Widerspenstigkeit.
Die Macht weiß, dass sie nur auf Kosten der Arbeitenden das ist was sie ist. Sie braucht sie.
Auf jede Rebellion antwortet sie, damals wie heute, indem sie einige Wenige kauft und täuscht, die vielen anderen einsperrt und ermordet. Sie fürchtet nicht ihre Forderungen, es ist das Beispiel, welches Schrecken auslöst.
Es reichte nicht. Durch die Beherrschung von Nationen suchte die Macht des Kapitals die Möglichkeit, die gesamte Menschheit unter ihr schweres Joch zu zwingen.
Auch das war nicht genug. Das Kapital möchte jetzt die Natur manipulieren, sie beherrschen, unterwerfen und ausbeuten. Zusammengefasst, sie zerstören.
Immer mit dem Krieg, auf ihrem zerstörerischen Vormarsch haben das Kapital, die Macht zuerst Lehen und Königreiche zerstört. Und auf diesen Ruinen errichteten sie Nationen.
Dann haben sie Nationen zerstört und auf den Trümmern die neue Weltordnung errichtet: einen großen Markt.
Die ganze Welt verwandelte sich in ein riesiges Lagerhaus für Waren. Alles wird verkauft und gekauft: das Wasser, der Wind, der Boden, die Pflanzen und die Tiere, die Regierungen, das Wissen, die Unterhaltung, die Wünsche, die Liebe, der Hass, die Menschen.
Aber auf dem großen Markt des Kapitals werden nicht nur Waren ausgetauscht. Die “ökonomische Freiheit” ist nur ein Trugbild, welches eine gegenseitige Übereinkunft zwischen Verkäufer und Käufer simuliert. Tatsache ist, dass der Markt auf Beraubung und Ausbeutung errichtet ist. Der Austausch ist der von Straflosigkeiten. Die Gerechtigkeit wurde zu einer grotesken Karikatur und auf ihrer Waage wiegt das Geld immer schwerer als die Wahrheit. Und die Stabilität dieser Tragödie die Kapitalismus heißt, hängt von Unterdrückung und Verschmähung ab.
Aber auch das reichte nicht. In der materiellen Welt kann man nicht vorherrschen, wenn man nicht über die Gedanken die Vorherrschaft hat. Das Aufoktroyieren mit den Religionen verstärkte sich und erreichte die Künste und Wissenschaften. Wie Kleidermoden entstanden und entstehen Philosophien und Religionen. Wissenschaft und Kunst kamen davon ab, das Besondere der Menschheit zu sein und platzierten sich im Regal des Weltsupermarktes. Das Wissen wurde Privateigentum, ebenso wie Freizeit und Vergnügen.
Das Kapital konsolidierte sich wie ein großer Shredder, indem es nicht nur die gesamte Menschheit als Rohmaterial zur Erzeugung von Waren verwendete, sondern auch das Wissen, die Künste ….und die Natur.
Die Zerstörung des Planeten, die Millionen der Vertriebenen, das Ansteigen der Verbrechen, die Arbeitslosigkeit, das Elend, die Schwäche der Regierungen, die Kriege die ins Haus stehen, sind nicht ein Ergebnis der Maßlosigkeit des Kapitals oder einer falschen Führung eines Systems, welches Ordnung, Fortschritt, Friede und Wohlstand versprach.
Nein, alles Elend ist die Essenz des Systems. Daraus ernährt es sich, darauf wächst es.
Zerstörung und Tod sind der Treibstoff der großen Kapitalmaschine.
Und alle Anstrengungen zur ´Rationalisierung´ ihrer Funktion um sie zu ´vermenschlichen´ waren in der Vergangenheit sinnlos, ebenso wie in der Gegenwart und in der Zukunft. Das Irrationale und Unmenschliche sind ihre Hauptbestandteile. Eine Reparatur ist nicht möglich. Das war früher auch nicht möglich. Und jetzt kann man nicht einmal mehr ihren kriminellen Schritt abschwächen.
Die einzige Form, die Maschine zum Stillstand zu bringen ist die Zerstörung.
Beim aktuellen Weltkrieg geht es um die Auseinandersetzung zwischen System und Menschheit.
Daher ist der antikapitalistische Kampf ein Kampf für die Menschheit.
Jene die noch immer vorgeben, das System zu ´reparieren´ oder zu ´retten´, bieten uns in Wirklichkeit einen massiven, globalen Selbstmord an, als posthumes Opfer an die Macht.
Aber im System gibt es keine Lösung.
Und es reichen weder der Schrecken, noch die Verurteilung, weder die Resignation und auch nicht die Hoffnung, dass das Schlimmste schon vorüber sei und die Dinge jetzt nur mehr besser werden können.
Nein. Tatsache ist, dass es schlimmer werden wird.
Wegen all dieser Gründe sowie jener, die jeder in seinem eigenen Kalender und in seiner eigenen Geographie hinzufügen kann, müssen wir widerstehen, rebellieren, müssen wir ´nein´ sagen, müssen wir kämpfen und uns organisieren.
Daher müssen wir den Wind von unten mit Widerstand und Rebellion, mit Organisation erheben.
Nur so werden wir überleben. Nur so wird es möglich sein zu leben.
Und nur dann – wie unser Wort vor 25 Jahren lautete – werden wir sehen, dass
“Wenn der Sturm abebbt,
 Wenn Regen und Feuer die Erde wieder in Ruhe lassen
 Dann wird die Welt nicht mehr die Welt sein, sondern etwas Besseres.”
Der Krieg und die Mauern außen und innen.
Wenn früher das durch den Krieg verursachte Leiden Exklusiverbe der Welt von Unten war, erweitert er jetzt seine Misere.
In jedem Winkel des Planeten trachten Hass und Verachtung danach, Familien, ganze Comunidades, Nationen, Kontinente zu zerstören. Es ist nicht mehr nötig, ein Delikt begangen zu haben oder vermeintlich ein Krimineller zu sein, es reicht der Verdacht, Mensch zu sein.
Angeregt durch die Gier des großen Geldes, soll der aktuelle Albtraum von denen bezahlt werden, die darunter leiden. Die Grenzen sind nicht mehr nur punktierte Linien auf den Landkarten und Zollhäuser, jetzt sind sie Mauern aus Militär und Polizei, aus Zement und Ziegeln, aus Gesetzen und Verfolgungen. Auf der ganzen Welt von Oben wird die Menschenjagd verstärkt und in geheimen Wettbewerben gefeiert: Gewinner ist, wer die meisten ausweist, einsperrt, vertreibt, ermordet.
Wie wir bereits seit mehr als 20 Jahren sagen hat die neoliberale Globalisierung nicht das globale Dorf hervorgebracht, sondern die Zerstückelung und Auflösung der sogenannten ´Nationalstaaten´. Wir haben damals wie jetzt diesen Prozess den Namen gegeben, der ihn am besten beschreibt: ´Weltkrieg´ (der vierte nach unserem Verständnis).
Das einzige das sich globalisierte war der Markt und mit ihm der Krieg.
Für jene, die die Maschinen zum Funktionieren bringen und dafür sorgen, dass die Erde gebiert, waren und sind die Grenzen das was sie immer waren: Gefängnisse.
Unsere Behauptung hat seinerzeit, vor 2 Jahrzehnten, bei den internationalen Intellektuellen – gekettet an alte und abgelaufene Dogmen – ein belustigtes Lächeln hervorgerufen. Dieselben stottern heute angesichts einer frenetischen Realität und/oder probieren alte Rezepte aus oder sie wenden sich der aktuell modernen Idee zu, die hinter einer komplizierten theoretischen Ausarbeitung die einzige Wahrheit versteckt: sie haben nicht die geringste Ahnung was los ist, noch was kommen wird, noch, was dem aktuellen Albtraum vorangegangen ist.
Sie jammern. Das Gedankengut von Oben versprach ihnen eine Welt ohne Grenzen und das Resultat ist ein mit chauvinistischen Gräben vollgestopfter Planet.
Die Welt wurde nicht zu einer riesigen Megalopolis ohne Grenzen, sondern zu einem großen von einem Sturm geschüttelten Meer, etwas was noch nie in dieser Größe dagewesen ist. Darin, erleiden Millionen von Vertriebenen (die mit medienwirksamer Schamröte im Gesicht unter dem Namen ´Migranten´ zusammengefasst werden) in kleinen Schiffen Schiffbruch, in der Hoffnung, vom riesigen Schiff des großen Kapitals gerettet zu werden.
Aber nicht nur, dass es das nicht machen wird, das große Kapital, es ist hauptverantwortlich für das Unwetter, welches die Existenz der gesamten Menschheit bedroht.
Mit der ungeschickten Maske des faschistischen Nationalismus verlangen die Zeiten des rückständigsten Obskurantismus wieder Privilegien und Aufmerksamkeiten. Müde vom Regieren im Schatten zerstört das große Kapital die Lügen vom ´Bürger´ und von ´Gleichheit´ angesichts der Gesetze des Marktes.
Die Fahne mit ´Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit´, mit der der Kapitalismus seinen Weg als dominierendes System auf der ganzen Welt verbrämte ist nur mehr ein schmutziger Fetzen und wurde in den Müllkübel der Geschichte von Oben geworfen.
Endlich enthüllt sich das System und zeigt sein wahres Gesicht und Berufung. ´Immer Krieg, überall Krieg´, steht auf dem Emblem des hochmütigen Schiffes, welches in einem Meer aus Blut und Scheiße navigiert. Es ist das Geld und nicht die künstliche Intelligenz, welches gegen die Menschheit in der entscheidenden Schlacht kämpft: jene ums Überleben.
Niemand bleibt verschont. Weder der einfältige nationale Kapitalist, der vom Füllhorn träumte, welches ihm der offene Weltmarkt bescheren würde, noch die überlebende konservative Mittelklasse zwischen dem Traum, dass sie mächtig sei und der Realität, zur Herde des gerade im Amt befindlichen Schäfers zu gehören.
Ganz zu schweigen von der Klasse der Arbeiter in der Stadt und auf dem Land, unter noch schwierigeren Umständen, so das überhaupt noch möglich ist.
Und um das apokalyptische Bild zu vervollständigen, Millionen von Vertriebenen und Migranten, die sich an den Grenzen drängen, die plötzlich so echt wurden wie die Mauern welche auf Schritt und Tritt von Regierungen und Verbrechern aufgebaut werden. In der Weltgeographie der Kommunikationsmedien und der Social Media sind die Vertriebenen umherirrende Erscheinungen ohne Name oder Gesicht, nur eine statistische Ziffer die den Ort verändert.
Der Kalender? Nur ein Tag nach dem uns das Ende der Geschichte versprochen wurde, der feierlichen Erklärung der Überlegenheit eines Systems, welches jenen die arbeiten Wohlstand bringen würde, dem Sieg über den ´kommunistischen Feind´, der versuchte, die Freiheit zu beschneiden, Diktaturen aufzuerlegen und Armut zu schaffen, der versprochenen Ewigkeit, die alle Genealogien annullieren würde. Der gleiche Kalender, der gerade gestern ankündigte, dass die Weltgeschichte soeben begonnen hätte. Aber nein, das Ganze war nur der Auftakt zum schrecklichsten aller Albträume.
Der Kapitalismus bricht als Weltsystem zusammen und die großen Kapitäne wissen voller Verzweiflung nicht, wohin sie sich wenden sollen. Daher ziehen sie sich in die Schlupflöcher ihrer Herkunft zurück.
Sie bieten das Unmögliche an: die lokale Rettung gegen die Weltkatastrophe. Und der Unsinn verkauft sich gut bei einer Mittelklasse die sich bezüglich Einkommen mit denen von unten vermischt, aber ihre ökonomischen Mängel mit Beglaubigungen zur Rasse, Glaube, Farbe und Geschlecht ersetzen möchte. Die Rettung von oben ist angelsächsisch, weiß, gläubig und männlich.
Und außerdem, jene die von den Brosamen lebten, die vom Tisch des großen Kapitals abfielen, sehen voller Verzweiflung, wie auch gegen sie die Mauern aufgerichtet werden. Und das Unerhörteste, sie wollen die Opposition gegen diese Kriegspolitik anführen. So sehen wir die intellektuelle Rechte, wie sie Gesten des Missfallens macht und schüchterne und lächerliche Proteste versucht. Nein, die Globalisierung war nicht der Triumph der Freiheit. Sie war und ist die aktuelle Etappe von Tyrannei und Sklaverei.
Die Nationen sind keine mehr, auch wenn die jeweiligen Regierungen das noch nicht bemerkt haben. Die nationalen Fahnen und Wahrzeichen sehen schäbig und farblos aus. Zerstört durch die Globalisierung von oben, krank durch das parasitäre Kapital und mit der Korruption als einziges Zeichen der Identität, versuchen die nationalen Regierungen sich mit ungeschickter Eile selbst zu retten und streben die unmögliche Wiederherstellung dessen an, was sie einmal waren.
Im undurchlässigen Abteil ihrer Mauern und Zollämter, berauscht das System das gesellschaftliche Mittelmaß mit dem Opium eines reaktionären und nostalgischen Nationalismus, mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und Homophobie als Rettungsplan.
Die Grenzen vermehren sich innerhalb aller Territorien, nicht nur jene, die die Landkarten zieren. Auch und vor allem jene, welche Korruption und das zur Regierung gewordene Verbrechen errichten.
Die postmoderne Goldgrube war nichts Anderes als ein vom Finanzkapital aufgeblasener Luftballon. Und die Realität kam um ihn aufzustechen: Millionen durch den großen Krieg Vertriebene füllen Land und Wasser, sie drängen sich vor den Zollämtern und machen Risse in die bestehenden Mauern und in die, die noch errichtet werden. Früher durch das große Kapital ermutigt, finden die Fundamentalismen fruchtbaren Boden für ihre Vorschläge zur Vereinheitlichung: ´aus dem Schrecken wird ein einheitliches Denken geboren werden, das Unsere´. Nachdem sie mit Dollar gefüttert wurde, bedroht die Bestie des Terrorismus das Haus ihres Schöpfers.
Und es ist dasselbe, sowohl in der Amerikanischen Union, wie in Westeuropa oder im neuzaristischen Russland, die Bestie krümmt sich und versucht sich selbst zu schützen. Rühmt dort (und nicht nur dort) plumpe Dummheit und Unwissenheit und verkörpert in den Regierenden den Vorschlag: ´lasst uns in die Vergangenheit zurückkehren´.
Aber nein. Amerika wird nicht wieder groß werden. Nie wieder. Noch das ganze System zusammen. Egal was die von Oben machen. Das System ist an einem Punkt angekommen, wo es kein Zurück gibt.
Gegen das Kapital und seine Mauern: alle Risse.
Die internationale Offensive des Kapitals gegen Rassen- und nationale Unterschiede, die den Bau von kulturellen, juristischen und aus Zement und Stahl bestehenden Mauern vorantreibt versucht, den Planeten noch mehr zu verkleinern. Sie möchten so eine Welt schaffen, wo nur jene Platz haben, die oben und unter sich gleich sind.
Es klingt lächerlich aber es ist so: um dem Unwetter zu widerstehen baut das System nicht Dächer zum Schutz, sondern Mauern als Versteck.
Diese neue Etappe des Krieges des Kapitals gegen die Menschheit muss mit organisiertem Widerstand und Rebellion begegnet werden, aber auch mit Solidarität und Unterstützung jener, deren Leben, Freiheit und Eigentum angegriffen wird.
Originaltext
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Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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Eine Antwort zu Die Mauern oben, die Risse unten (und links)

  1. Armer Kerl, hat vermutlich seit dem Ende der UdSSR den Ausgang der Lumumba-Universität nicht gefunden und ist erst jetzt rausgekommen. Gedanklich natürlich noch in den 80ern…

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