Je weniger Flüchtlinge, desto größer die Hysterie

Deutsche Medien berichten zurzeit täglich ausführlich über die dramatische Rettungsaktion von elf thailändischen Jugendfußballern. Aber wo bleiben Berichte über hunderte Flüchtlinge, die allein im Juni im Mittelmeer ertrunken sind?
Von Franz Alt, „Sonnenseite“
Die Zahl der Flüchtlinge geht zurück, doch die Zahl der Ertrinkenden steigt. Flüchtlingshelfer werden kriminalisiert und Rettungsboote mit Freiwilligen werden in Häfen festgehalten, sie dürfen nicht mehr retten. Und die meisten von uns wollen das Thema Flüchtlinge gar nicht mehr hören. Fußball ist ohnehin viel wichtiger als Ertrinkende.
Die Flüchtlingsdiskussion in Deutschland hat mit der Realität schon lange nichts mehr zu tun. (…) Die Großmannsucht, das Ego und die Rechthaberei einiger CSU-Politiker sind viel wichtiger als das Schicksal von Menschen in Not.
(…)
Getrieben von Angst, Egoismus und Machtgier zerstören Politiker, in deren Parteinamen das „C“ steht, jedes Vertrauen in unser demokratisches System. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Artikel 1 Grundgesetz) gilt nicht für Flüchtlinge. Welch ein Hohn  auf unsere Werte!
Volltext
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Transfers

Von Christoph Kuhn, „Journal21“
Flüchtlingskrise mit absurden Folgen
Zum Lebensinhalt eines an gesellschaftlichen Phänomenen und Entwicklungen interessierten Zeitgenossen gehört es gegenwärtig, sich kontinuierlich mit der Flüchtlingsproblematik zu beschäftigen. Was nicht leicht fällt. Zum einen ist das Problem überaus komplex und infolge dessen denkbar ungeeignet, um in absehbarer Zeit, mit schnell greifenden Massnahmen gelöst zu werden. Das wissen alle. Zum andern überbieten sich Politikerinnen und Politiker aller Couleur darin, abstruse Lösungsvorschläge machtvoll in die Welt hinauszuposaunen, Wunschvorstellungen zumeist, die mit der Wirklichkeit wenig bis nichts zu tun haben, was einem Teil der Posaunisten durchaus bewusst sein wird.
Was dabei erstaunt und schwer zu verstehen ist: Alle Statistiken zeigen, dass wir es mit dem, was in den Medien als „akute Flüchtlingskrise“ bezeichnet wird, gar nicht zu tun haben. Die Zahl der Menschen, die nach Europa flüchten, nimmt markant ab, die brutalen, teilweise menschenverachtenden Massnahmen, die zu diesem Ergebnis führen, scheinen zu greifen. Was die Vertreter der CDU und der CSU in Deutschland nicht daran hindern konnte, sich über der nicht akuten Flüchtlingsproblematik derart in die Haare zu geraten, dass sie darob das Regieren vergassen. Es ist, als ob die Hysterie in der öffentlichen Auseinandersetzung umgekehrt proportional zu den belegten Fakten steigen würde.
Was weiter auffällt, ist der Eifer, mit dem die Classe politique sich müht, laufend neue Begriffe zu finden, um das, was sie anordnen möchte, schönzureden. So sollen die Gebäude in Deutschland, in denen Grenzüberquerer überprüft werden und die je nach demjenigen, der sie propagiert, mehr einem Ferienlager oder mehr einem Gefängnis gleichen, nach jüngster Sprachregelung „Transferzentren“ heissen, was harmlos tönt, an Fussballtrainingslager denken lässt.
Man spürt beim Versuch, sich ein Bild zu machen, die Informationen zu sortieren, dass man selber die banalsten, die einfachsten Tatsachen aus den Augen zu verlieren droht. Mag es auch pathetisch tönen, man muss es sich doch stetig wieder sagen: Wer da zu uns kommt, als Flüchtling, Migrant, Asylsuchender, Zugewanderter oder wie immer er bezeichnet wird, ist unseresgleichen, ein Mensch, dem mit Respekt zu begegnen ist.
Originaltext
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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