Herz und Verstand in die Hand – die freie für den Nachbarn

von Bernhard Klapdor
Vertrauen ist ein wahrlich geflügeltes Wort. Wer nicht alles um Vertrauen wirbt! Mal ganz im Vertrauen:
Nichts ist so vertraut wie der vertrauliche Bruch von Vertrauen. Dabei können Sie grundsätzlich auf eines vertrauen: Nichts ändert sich schneller als Vertrauen. Vertrauen Sie kontinuierlich auf Veränderungen!
Haben Sie Vertrauen darauf, daß Sie zum Hetzer werden, wenn Sie sich befleißigt fühlen, die
kulturellen Veränderungen in Ihrem Umfeld, die Sie als Diebstahl oder Zwang, vielleicht sogar als
Bedrohung empfinden, anzuzeigen. Seit gestern sind Sie dann Hetzer und Sie dürfen damit rechnen,
von der absoluten Staatsgewalt ohne „wenn und aber“ die Türe eingetreten zu bekommen.
Haben Sie Vertrauen darauf, daß man Ihnen verschärft ans Fell geht, wenn Sie ab 25.000 € Steuern
hinterzogen haben. Haben Sie Vertrauen darauf, daß einer der schärfsten Befürworter dieser
Steuersünderjägerei, Martin Schulz – SPD-Bundeskanzlerambitionen, seit August letzten Jahres nicht
dafür verfolgt wurde. Bekanntlich machten damals die Tschetschenen seines und dessen Kollegen
Barosos Privatkonten dicht.
Claude Juncker statierte in einer vielbeachteten Rede vor zwei Jahren, daß 2013 wie das Jahr 1913
anmutete, eben der Vorabend vor dem Weltkrieg. Es war das Jahr, als die Kanzlerin der
Bundesdeutschen kurze Zeit vor dem Wahltag vor Publikum von einem Schwaben gefragt wurde,
wie‘s sich den jetzt mit der Souveränität und dem ausstehenden Friedensvertrag verhalte. Sie erinnern
der Antwort? „Da habe ich vor drei, vier Tagen telefoniert, das sollte jetzt eigentlich geklärt sein!“
1913 war das Jahr vor dem Weltenbrand, dessen Entfachung die bundesdeutsche Schauspieltruppe
heute immer noch dem deutschen Kaiserreich in die Schuhe schiebt. Besonders Wilhelm, dem
zwoten, dem unberechenbaren, fürchterlichen Militaristen, der immer wieder in außenpolitisch
unliebsame Fettnäpfchen trat. Wenn man denn Guido Knopp und Sönke Neitzel folgt. Dem Gauckler
und der bundesdeutschen Kanzlerin zufolge ja auch. Wobei der Gauckler sich besonders mit dem
Verletzen der „belgischen Neutralität“ als deutsches Verbrechen und den daraus resultierenden
Gräueltaten deutscher Soldaten an belgischen Zivilisten hervorbrach.
Aus meiner Sicht könnte ich Wilhelm nur vorwerfen, daß er als Letzter seinen Mobilmachungsbefehl
herausgab, obwohl seit dem 25. Juli 1914 die Informationen über Rußland und seit dem 27. Juli über
Frankreich vorlagen. Daß er Graf Berchtold zu viel Zeit einräumte, Serbien unter Druck zu setzen.
Doch ich habe ihm nichts vor zu werfen.
Man kann ihm auch vorwerfen, daß er nicht jeden Sprengsatz im Minenfeld aufdeckte, daß Edward
Grey im Auftrage Alfred Milners bewachte.
Der Kaiser, insbesondere die deutschen Volksstämme, wären um einen Kriegsausbruch 1914 nicht
herumgekommen. Milners Spiel hatte auch einen Plan B, den irischen Freiheitskampf. Im britischen
Unterhaus stand lange zur Debatte, ob Irland in einen nördlichen unionistischen, krontreuen Ulster
Block und in eine südliche, irisch selbstverwaltete Gliederung treten sollte. Durch schier unglaubliche
Machenschaften und Taktierereien einiger Kabinettsmitglieder Herbert Asquiths (darunter auch
Churchill) kochte Milner als Drahtzieher das irische Eisen, um die Bevölkerung Britanniens und deren
Parlamentsabgeordnete von den Wirren um die Auswirkungen vom 28. Juni 1914 in Sarajewo
fernzuhalten. Mehr noch. Er brachte sogar das Kunststück fertig, zu veranlassen, daß 24.000
nagelneue deutsche Gewehre und 3 Mio. Schuß Munition in Hamburg gekauft wurden, die dann den
100.000 Mann der selbstrekrutierten Ulster Armee zugespielt wurden. Andere 1.500 veraltete
Gewehre nebst Munition wurden auch aus seiner Drahtziehung von Erskine Childers an die irischen
Republikaner der Sinn Fein übergeben. Natürlich auch in Hamburg gekauft. Übrigens wäre die Spur
des Einkaufs in Deutschland minutiös zurück verfolgbar gewesen, damit der Plan B auch ohne
Sarajewo funktionierte. Childers schrieb 1903 einen Roman, das Rätsel der Sandbank, der 1984 unter
anderen mit Isabell Varell, Burkhart Klaußner, Peter Sattmann und Gunnar Möller in den Hauptrollen
verfilmt wurde. Netter Streifen, spannend, den ich aber inhaltlich bei seiner Ausstrahlung schon
damals als unglaubwürdig und überzogen empfand.
Stellen Sie sich vor, dieser Roman wurde 10 Jahre lang vom ehemaligen Oberbefehlshaber der
britischen Armee, Lord Frederick Roberts, und allen Zeitungen so beworben, daß man von allem
Möglichen die Invasion deutscher Truppen über diesen im Roman beschriebenen Weg durch das
Wattenmeer der ostfriesischen Küste dringend für äußerst gefährlich hielt.
Ein definitiver Beitrag zur britischen Aufrüstung, die dem Marketing des verordneten Hirngespinstes
deutsche (hunnische) Bedrohung (Milner) entsprang.
Was aber könnte wie 1913 sein?
Einmal Angst. Schon damals wußten die Leute um Milner, Angst zu erzeugen, damit man Meinung
und Stimmung machte. Dazu standen damals wie heute die Medien bereit. Oder auch politische
Umtriebe. Geheime Absprachen. Verschlußakten. Verschwinden von Akten.
Zu anderen half Geld aus bestimmten Kreisen, da half Hunger nach Weltneuordnung. In den unteren
Chargen half mittels unkontrollierten Lebenswandels Hunger auf problemloses Einkommen im Tausch
gegen verkommene loyale Dienstbarkeit. Wobei nicht jeder weiß, was er wofür unternimmt oder
unternehmen soll.
Kontakte halfen. Damals wie heute. Gerne bemerke ich öfters, ob es wichtig ist, seine Kinder nach
Oxford, Cambridge oder heute in die USA zu schicken. Nicht, daß man da nicht lernen könnte, was es
hier auch gäbe – nein, es sind und bleiben die Kontakte, das Aufschauen zu jemanden, die
Verpflichtungen aus etwas. Moral tut gut, der Fingerzeig auf dieselbe weniger.
Was mich auch an 1913 erinnert ist der sich mir aufdrängende Ähnlichkeit im Handeln zwischen der
bundesdeutschen Kanzlerin und den weitestgehend nur beschwichtigend aber auffallend nichts tuend
auftretetenden Sir Edward Grey (damals brit. Außenminister) und Herbert Asquith (Premierminister).
Wobei das Geschrei dieser, eben Grey als auch seiner bezahlten Mitwisser wie Sasonow (russ.
Außenminister), Poincaré (damals franz. Staatspräsident) gegenüber Kaiser Wilhelm II. wie das
Gezeter der westlichen Klakeure gegenüber Wladimir Putin anmutet. Die gleiche dumme
Verschwörung ums selbe goldene Kalb.
Dumm, aus der Sicht der Menschen. Dieses Mal sind die Sprengsätze nicht einmal mehr unter der
Erde vergraben! Oder doch? Wahrscheinlich doch. Dieses stete Haschen nach dem schönen Leben
auf der einen, auf der anderen Seite die Erfüllung des täglichen Hamsterrades, das alles im Einklang
mit der medialen Überpräsenz ist der entscheidende Faktor. Sorgen hindern am Blicken, ob’s die
Sorge um das Schöne, das Blöde oder Unnötige oder die Sorge um das tägliche Auskommen sind,
Sie halten ab vom Wesentlichen.
Wen interessiert’s schon, ob Til Schwaiger kopfvoran, armangelegt gegen den Laternenpfahl seiner
eigenen erleuchtenden Intelligenz hechtet? Leben ist eben Action! Oder ob Helene Fischer sich auf
Empfehlung von Sebastian Christ (Huffington Post) endlich auf die Seite der geliebten und
herbeigesehnten Flüchtlinge schlägt? Alle! Oder alle? Ich denke, Mädchen, sing‘ einfach weiter und
laß‘ Dich vor keinen Karren spannen. Wenn’s zu bunt wird und die Bühne für Dich gesperrt wird, dann
privatisier‘! Zuhause geht das Singen auch, daran kann man selbst ohne solche Leute Freude haben.
Sandra Maischberger fragte Leni Riefenstahl einmal danach, ob Sie nicht denke, daß es falsch war,
für Adolf Hitler zu arbeiten. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß sich die heutige Medienprominenz in
naher Zukunft ähnlich vor so einer Frage stehen sehen könnte. Werden nur Akteure und Verhältnisse
umgedreht – soll schon öfter geschehen sein.
Bomben und Granaten in Syrien, Afghanistan, Libyen, und wo nicht überall. Flüchtlinge von überall,
selbst vom Balkan, den die Grünen als „normal“ einschätzen. Ein Freund verirrte sich dort vor
zweieinhalb Wochen auf dem Wege zu seinen Eltern. Eine Maschinenpistole hielt ihn, seine Frau und
sein Kind an und fragte nach dem woher und wohin. Nach Griechenland wolle er, zu seinen Eltern. Ob
er sicher sei, durch dieses Gebiet fahren zu wollen? Ja! Ob er denn nicht wisse, daß ab hier IS Gebiet
beginne? Hm, nein!?
Es scheint so, als sei in dieser Welt alles hoch willkommen, was das Leben bunt und vielfältig macht.
Mir drängt sich der Eindruck auf, daß es der wunderbaren Vielfalt besonderer Einfalt bedarf, damit
man klarkommen kann. Auch das geht! Die Hilfestellung ist ja auch enorm. Alleine von dem Geld für
diese bestellte Marketing-Orgie der politischen Kaste müßte dieses Land doch hier in Saus und Braus
leben können.
Man kann schon neidisch sein, auf diese privatisiert privilegierten Ja-Schreier. Nirgends kann man an
solch dolle Einkommen geraten, wie dort. Überall sonstwo muß man arbeiten.
Auf welchen Grundsatz ist das Leben aufgebaut?
Auf Gedeihen.
Das ist die Norm. Das Normale.
Das Leben hat dabei Katastrophen auszustehen. Diese sind von Alters her bekannt. Es sind
Naturkatastrophen, vielleicht auch Krankheiten.
Doch die Natur ernährt das Leben, fördert das Gedeihen.
Das ist die Norm.
Demzufolge ist alles das, was dem Gedeihen des Lebens entgegenspricht – außerhalb der Norm.
Die willentliche Veränderung der Natur ist gegen die Norm, also unnormal.
Daß die westliche Welt in anderen Ländern bombt und mordet ist gegen die Natur, gegen das Leben.
Daß dort Flüchtlinge generiert werden, die man den Menschen dann wiederum hier aufbürdet ist ein
Auswuchs mittlerweile gewohnheitsbedingter Anomalität – aber immer gegen das Leben und dessen
gedeihen. Auch wenn Zeitungswerbungen dazu aufrufen nach Deutschland zu kommen, wegen
Fachkräftemangel – das ist auch eine bewußt angezüchtete und erzogene Anomalität in diesen
Landstrichen.
Alles das, was hier propagiert wird an individueller Freiheit, Verwirklichung, was ein Kind nicht bei
echter Mutter und echtem Vater aufwachsen läßt ist – gegen die Norm.
Die Erledigung der natürlichen Familie ist – gegen die Norm.
Politisch verordnete Gesundheit des Geistes und des Körpers ist – gegen das Gedeihen, gegen das
Leben, gegen die Norm.
Wenn Daniel Cohn-Bendit im TV auftritt und für welche Normalität wirbt, denke ich in erster Linie an
seinen Auftritt im französischen TV aus dem Jahre 1981 in Bezug auf Erotik fünf- bis sechsjähriger.
Das ist gegen das Gedeihen, gegen das Leben, gegen die Norm.
Vielleicht merken die meisten Grünbehafteten und deren Wähler irgendwann einmal, daß die Grüne
Partei gegen das Gedeihen des Lebens, dessen Norm auf’s Rad des großen Blendwerkes gesprungen ist.
In normalen natürlichen Gefilden gedeiht das Leben und auch die Familie. Mein Empfinden ist das
aller Menschen. Nicht unbedingt das aller Personen.
In Rußland scheint das Leben zu gedeihen. Mittlerweile ist das Bevölkerungswachstum eingetreten,
trotz aller süßen Verlockungen der 240 NGO’s, die sich dort um Demokratie bemühen. Und auch trotz
des Grünen Volker Beck, der sich tragisch um bunte Vielfalt bemühte: bekanntlich einer Vielfalt, die ja
das Familienmodell in puncto Wachstum nur durch Adoption fördern kann und nicht mehr zusätzlich
durch körperliche Eigeninitiative. Er wurde weinend, aber in etwas bunterer Hautmusterung zurück
nach Hause geschickt. Das kann in Rußland passieren.
Der Nebel aus Angst, Lüge, Glaube, Ergebenheit und Bequemlichkeit ist dem Gedeihen abträglich.
Doch tatsächlich dieser wird tagtäglich dem Menschen präsentiert und schmackhaft gemacht. Bring‘
den Menschen zurück zum Nachdenken. Zurück zum Gedeihen.
Eine Angst will ich Ihnen nehmen, jetzt. Es gibt keine neue Weltordnung. Wir kennen immer nur das
gleiche, auch unsere Väter, Großväter kannten nichts anderes.
Es gab einmal etwas anderes, gutes und dann später etwas, das auf dem Wege dahin war…und das
letztere fällt heute noch nach über hundert Jahren den Reden Junckers, Gaucks und Merkels zum
Opfer. Wenn diese Herrschaften die Worte „wir“ oder „unsere Freunde“ oder “unsere Bereitschaft“
oder „unser Anliegen“, dann weiß ich als Mensch, daß ich nicht gemeint bin.
Der Mensch hat die Option. Nur der Mensch.
Wir sind nicht alle auf der Welt um anderen Menschen bedingungslos weh zu tun, doch wir haben zu
erkennen, wann wir uns zu retten haben.
1913, 2013, 2015 und morgen.
Herz und Verstand in die Hand – die freie für den Nachbarn.
Herzlichst
Ihr Bernhard Klapdor
10. August 2015

Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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