Am Abgrund

Von Stephan Wehowsky aus „Journal 21“
Unser Alltag geht weiter, während ringsum das Entsetzen wächst. Aber seine Normalität bekommt einen schrillen Unterton.
Die Nachrichten der letzten Wochen und Tage haben eine neue Qualität erreicht. Sie handeln nicht mehr von dieser oder jener Katastrophe, sondern von Konflikten, für die niemand einen Ausweg weiss.
Gesteigerter Hass
Was uns aus den Medien entgegentritt, ist gesteigerter Hass. Dieser Hass ist ethnisch, religiös und politisch so tief verwurzelt, dass er mit den üblichen Mitteln vernünftigen Verhandelns nicht besänftigt werden kann. Und weltweit bricht dieser Hass auf.
Die Nachrichten berichten von einer Eskalation nach der anderen. Es sind Eskalationen, die sich wie von selbst steigern und deren Logik kein Ende vorsieht. Wenn nicht die unwahrscheinlichsten Wunder geschehen, werden sich die Konflikte immer weiter ausbreiten.
Der Grauschleicher
Unser Alltag ist davon bislang unberührt. Die Berichte der Medien gehören immer noch so zu unserem alltäglichen Konsum, als wären sie blosse Unterhaltung. Aber noch nie wurden so viele weinende Menschen gezeigt.
Spendenaufrufe in den Nachrichtensendungen wirken hilfloser denn je. Womit und wie kann Flüchtlingen geholfen werden, deren Zahl in die Millionen geht und deren Elend unser Fassungsvermögen selbst im Zeichen medialer Zubereitung übersteigt?
Aber etwas geschieht. Es geschieht mit uns. Ein Schleier legt sich über alles, was wir tun und vor allem: was wir planen. Das Entsetzen, das von allen Seiten bei uns anklopft, verhallt nicht ungehört. Wir spüren, dass das, was wir für unseren normalen Alltag halten, so normal nicht mehr ist.
Fatale Gleichzeitigkeit
Der Alltag wird mehr und mehr zu einer Parodie auf das Grauen ringsum. Und wir spüren, dass sich etwas tiefgreifend verändert hat. Eben noch hat man mit wohligem Gruseln die zahllosen Filme, Schilderungen und Analysen im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg auf sich wirken lassen, da stellt man fest, dass der Abstand nicht allzu gross ist. Das Schicksal unserer Väter holt uns ein.
Wir leben nicht dort, wo wir dachten. Unsere Welt ist nicht so aufgeklärt, dass sie sich weit von dem Verhängnis unserer Vorfahren entfernt hätte. Wir haben über die Vorgängergenerationen keine „natürliche Überlegenheit“ erlangt. Wir sind so verstrickt und so hilflos wie sie. Unser Alltag war nur eine Art Urlaub. Wir spüren, dass dieser Urlaub nun zu Ende gehen wird.
Kein Entrinnen
Was ist der Mensch? Wir hatten geglaubt, dass es trotz aller Rückschläge einen Fortschritt gibt. Denn dieser Fortschritt war für uns sichtbar und spürbar und allgegenwärtig. Und als die Nutzer immer besserer Technik und Kommunikation fühlten wir uns mehr und mehr wie Könige in unserem Reich. Und jetzt wachen wir auf und stellen fest, dass wir Ameisen sind.
Die inneren Alarmglocken schrillen. Aber gerade sie konfrontieren uns mit der Ausweglosigkeit. Wie Ameisen existieren wir auf einem eng begrenzten Biotop, aus dem es kein Entrinnen gibt, es sei denn, es schüttelt uns einfach ab. Und so machen wir weiter wie bisher und schauen uns mit Schaudern zu.
Originaltext
Ergänzung zu diesem Artikel von René Cassien:

Stehen wir am Abgrund?

Ich frage mich: Stehen wir wirklich am Abgrund ?
Zur Einleitung zitiere ich einige Sätze aus einem Kommentar zu diesem Artikel:
„So hat die Sowjetunion unter Breschnew und seinen Kurzzeit-Nachfolgern ausgesehen.
So hat das Römische Reich unter Romulus Augustulus ausgesehen.
Sogar die CIA prognostiziert heute einen Machtzerfall des Imperiums.
Ich denke wir erleben die letzte Phase des US-Imperiums, wo die Widersprüche keine rationale Geopolitik mehr zulassen.
Es gibt Gründe, optimistisch zu sein.“
Ja – es gibt wahrlich Gründe optimistisch zu sein.
Wir leben in einer Zeit der Transformation, in der sich nicht nur der Mensch (die Menschheit) transformiert, sondern auch die Erde und das gesamte Universum.
Dieser Transformationsprozess wird überwiegend be-wirkt von „Kräften“ und „Energien“ (Prof. Dürr würde „Wirks“ gesagt haben) die wir – die Menschen – nicht beeinflussen können, sondern durch die wir – die Menschen – beeinflusst werden.
Die Erde und der auf der Erde lebende Mensch wird überwiegend wiederum von der Sonne und ihren Aktivitäten beeinflusst. Die Sonne bestimmt das Werden und Vergehen der Natur. Wie die Sonne sich verhält, so folgt die Natur.
Was für die physische Entwicklung bei Mineral, Pflanze, Tier und Mensch gilt, trifft auch für die gesamte geistig-kulturelle Erden-Entwicklung zu. Die geistig-kulturellen Entwicklungsschritte der Menschheit geschehen nicht willkürlich, sondern sind durch den Sonnenumlauf, durch Sonnenaktivitäten, vorgegeben.
Diese Entwicklung ist immer charakterisiert durch ein wellenförmiges Auf und Ab, eine Wellenbewegung, es ergibt sich immer ein frühlingshaftes Erblühen, hochsommerliches Entfalten, herbstliches Verblassen und winterliches Vergehen.
Auch in der Entwicklung ganzer Völker und Kulturen zeigt sich dieses wellenförmige Auf und Ab. Man sieht, wie Völker und Kulturen sich zu Geist und Erkenntnis aufschwingen und ihre Entfaltung vorantreiben, aber dann auf der Fülle ihrer Kräfte wieder den Einfluss des Lebensspenders verlieren und in der Macht der geistfernen Phase allmählich untergehen.
Doch das Leben auf der Erde ist noch weiteren Zyklen unterworfen. Einer der wichtigsten Zyklen für die Menschheitsentwicklung ist das sog. „Platonische Weltenjahr“ (kurz genannt: Weltenjahr).
Das Weltenjahr mit seiner Dauer von etwa 25 920 Jahren – ist die Zeit, die die Sonne als Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse braucht, um rückläufig durch alle 12 Epochen des Tyrkreises (“Tyr-Kreis” – Dieses Wort stammt aus der nordischen Mythologie und bedeutet Tyr-Tri-Drei – die Dreiheit von Werden, Sein und Vergehen) wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückzugelangen – ist von grundlegender Bedeutung für die menschheitliche Entwicklung.
Die Zeitdauer in der die Sonne einen Tykreis durchläuft, einem 1/12 des Weltenjahres, also 2160 Jahre, bezeichnet man auch als eine Kulturepoche (oder Weltentwicklungsstufe).
Die Menschheit tritt also ungefähr alle 2160 Jahre in eine andere geistige Entwicklungsstufe ein.
Da aber jedes Tyrkreisfeld von einer anderen Energie, einem anderen Lebensgeist erfüllt ist, geht der Übergang der Sonne von einem Feld in das andere nicht ohne Auswirkungen vor sich.
Das ist der Grund, weshalb man auf der Erde ungefähr alle 2000 Jahre Erschütterungen und Umschichtungen wahrnehmen kann.
Betrachten wir uns nun einmal kurz die Menschheits-Geschichte.
In der ersten Hälfte (ca. 13.000 Jahre) des vergangenen Weltenjahres entwickelten sich erstaunliche Kulturen zu einem Höhepunkt, zerfielen dann langsam und wurden letztendlich durch Katastrophen zerstört.
Mit diesem Untergang, der etwa vor einem halben Weltenjahr stattfand, hat die Erde einen neuen Zyklus begonnen, mit einer gravierenden Veränderung :
Zu diesem Zeitpunkt fiel die Menschheit vom Einheitsbewusstsein in die Dunkelheit der Dualität.
Auf Grund von gravierenden Klimaveränderungen, dem Zusammenbruch der Umwelt- und Kulturbedingungen, die zu weltweiten Wanderungen der Menschen führten und dadurch die Bindungen zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Frau und Mann in traumatisch prägender Weise zerstört haben, entstanden patriarchale Herrschaftsstrukturen.
Anhand von archäologischen, paläoklimatischen, sprachwissenschaftlichen und soziologischen Studien ermittelten Wissenschaftler, dass der Übergang von egalitären, als friedlich angenommenen Verhältnissen, zu gewaltsamen, kriegerischen in besonderen Gegenden der Alten Welt, nämlich in Nordafrika, im Nahen Osten und in Zentralasien stattgefunden habe.
Kann man da eventuell Parallelen zu heute entdecken?
Die Menschheit hat wieder neu angefangen, das Jagen und Sammeln gelernt, die ersten größeren Gemeinschaften gebildet, das Rad erfunden, unzählige Kriege geführt… Dabei wurde immer auch dem Wahren, Schönen und Guten Raum gegeben, und doch ist es unzweifelhaft, daß die Menschheit das letzte halbe Weltenjahr (zumindest die letzten ca. 6000 Jahre) ein männlich dominiertes Zeitalter durchlebt hat.
Wir haben unsere Technik unglaublich hoch entwickelt. Wir kommunizieren per Internet um den halben Erdball, reisen mit Jets in ferne Länder, erforschen das Weltall, aber glücklicher und friedlicher sind wir dadurch nicht geworden. Die Dualität wird immer größer. Hier materieller Überfluß, dort Mangel und Armut.
Die jetzige Zeit, der Beginn des neuen Weltenjahres, ermöglicht den Wechsel in ein neues Zeitalter.
Ein Transformationsprozess, der uns mit allen Begleiterscheinungen wie z.B. Kriegen, Seuchen, Naturkatastrophen und gesellschaftlichen Zusammenbrüchen usw. usf. letztlich zum Ende dieses Zyklus` in ein neues Zeitalter führen wird.
„Nichts kann existieren ohne Ordnung. Nichts kann entstehen ohne Chaos.“    Albert Einstein

Jetzt gilt es frei von Angst zu sein, das ist der Schlüssel zur Transformation.

Wir dürfen auch wahr-nehmen (= die Wahrheit an-nehmen), dass gerade in der jetzigen Zeit dem Wahren, Schönen und Guten mehr Raum gegeben wird. Nur wird darüber in unseren hasserfüllten und kriegslüsternen Medien und schon gar nicht von den herrschenden Psychopathen berichtet.
Der Schlüssel zur Transformation liegt in der Entwicklung des Bewusstsein des Neuen Menschen, der Schlüssel zur Beherrschung der Gesetze der Materie durch das Bewusstsein in der Materie – das Bewusstsein ganz oben ist das Bewusstsein ganz unten.
Das ist das Tor in die Welt der Zukunft und die Neue Erde, welches viele Schriften schon seit zweitausend Jahren ankündigten.
Es besteht keine Notwendigkeit zur Angst oder wie auch gearteten Weltflucht, alles ist vollkommen gegenwärtig – die Freude, das Bewusstsein, die höchsten Kräfte.
Arbeiten wir also am Erwachen des Neuen Menschen auf der Neuen Erde, so ist dies sicher eine bessere Motivation, als das fassungslose Stehen vor dem Abgrund oder das Erwarten des Untergangs der Welt.

„Das Ende der Zeit ist der bewusste Beginn der Ewigkeit“

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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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Eine Antwort zu Am Abgrund

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