Wendezeit – bewegte Zeit

von René Cassien
Vor ca. 30 Jahren gründete ich mit einem sehr weisen Menschenbildner eine GmbH. Diese GmbH bildete den Rechtsfuß in unserer materiellen Welt für eine Lebensgemeinschaft von mehreren Hundert Menschen, die neue Wege in ihrem Leben und in der materiellen Welt beschreiten wollten.
Nachdem wir alle Unterschriften geleistet und die behördlichen Vorgänge abgeschlossen hatten, trafen wir uns noch zu einer kleinen Feier im Büro unseres Rechtsanwaltes.
Wir öffneten eine Flasche besten Champagners, füllten ihn in neue Gläser und tranken auf unsere gemeinsame „Unternehmung“.
Als die Gläser ausgetrunken waren, bat uns der weise Menschenbildner die Gläser in einen großen Plastikbehälter zu werfen um sie zu zerstören.
Wir zerstörten die materielle FORM, nachdem wir den „GEIST des Weines“ genossen hatten, im Bewusstsein, dass es sich bei dem nicht um den Alkohol handelt, sondern um den Lichtgehalt des Weines.
Vom Dionysos-Kult der Griechen bis hin zum Messwein wurde dem Rebensaft schon immer eine besondere spirituelle Bedeutung beigemessen. Wie keine andere Pflanze rankt die Rebe in Richtung Licht, wobei die Rebe dabei nicht nur das physische, sondern auch das geistige Licht assimiliert. Daher auch der Ausspruch „in vino veritas“ – im Wein liegt die WAHRHEIT. Schon Dante Alighieri wusste vor mehr als 700 Jahren: „Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Wein eine Kraft beigegeben, um den schattigen Weg zur WAHRHEIT zu erhellen.“
An dieses Erlebnis wurde ich über die Pfingstzeit 2014 intensiv erinnert – „Wo der GEIST weht, wo, wann und wie er will …“.
Vor, über und nach Pfingsten wehte – ja stürmte – bei mir (nur bei mir !??) der GEIST in einem überaus unerwarteten Ausmaß, gleichzeitig wurde auch bei mir die FORM zerstört und ich lebe in einer (nur für mich !??) total veränderter Welt.
Ich möchte sie an diesen Erlebnissen, Ereignissen und Erreichnissen gerne teilhaben lassen.
Vor Pfingsten hatte ich mehrere Tage Besuch, mit dem ich intensive und bewegende Themen besprechen, Erfahrungen sammeln und Erkenntnisse gewinnen konnte. Wir sprachen über REALITÄT und WIRKLICHKEIT, über das GEHEIMNIS DER ZEIT, insbesondere über CHRONOS und KAIROS, und ganz ausführlich über SELBST-ERKENNUNG, deren Prozesse und wie ca. acht Milliarden individuelle und völlig unterschiedliche Menschen auf diesem Planeten Erde eine, ja, die MENSCHHEIT bilden.
Pfingstmontag fuhr ich mit meiner Frau in die Ost-Steiermark in einen außergewöhnlichen Urlaub.
Seit mehreren Wochen bin ich wieder zu Hause, aber jetzt erst in der Verfassung einige Zeilen in AKADEMIE INTEGRA zu schreiben. Ich musste (durfte !?) die Ereignisse erst sorgsam rekapitulieren, vieles „reinigen“, mich von vielem „befreien“ und die neue Situation für mich und meine Umgebung wieder in ein Gleichgewicht bringen.
In diesem Beitrag möchte ich einige Gedanken anmerken zu denen mich der Urlaub in der Ost-Steiermark inspirierte.
Sind sie schon einmal durch die Eingangstür eines Gebäudes gegangen und haben sofort, noch bevor Ihnen der erste Mensch begegnet ist, gespürt, dass sie da nicht hingehören? Sind sie schon einmal in einen Laden, in ein Restaurant in eine Galerie in eine Kirche gekommen und haben sofort gemerkt, dass sie hier gern bleiben möchten? Sind sie schon einmal einem Menschen begegnet und haben auf den ersten Blick gesehen, dass sie mit ihm „können“, dass eine Freundschaft, eine gemeinsame Reise oder eine Unternehmung angenehm werden wird? Sind sie schon einmal in eine Stadt gekommen und haben gleich gewusst, dass sie hier nie wohnen könnten oder auch, dass sie hier am liebsten bleiben würden, wenn es sich nur einrichten ließe? Sind sie schon einmal über eine Landesgrenze gefahren und ist Ihnen dabei klar geworden, dass sie, wenn es nicht unbedingt sein muss, nie wieder in dieses Land fahren wollen oder umgekehrt, dass sie sich hier wohl fühlen, eigentlich hierhin gehören ?
Dieses Wohlgefühl durchströmte mich, als wir die Ost-Steiermark erreichten. Zuvor fuhren wir durch eindrucksvolle Landschaften, enge Schluchten mit teilweise überhängenden Felswänden begleitet von reißenden Bergbächen mit kristallklarem Wasser, Berghöhen mit weitem Ausblick über die „österreichische Toskana“, wie die Ost-Steiermark auch genannt wird.
Plötzlich rief ich intuitiv „hier bin ich zu Hause“ und dieses „zu Hause sein“ fühlte ich während der gesamten Urlaubszeit. Dieses Wohlgefühl überraschte mich und mich bewegte immer wieder die Frage: Wie kommt es zu dieser Regung?
Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass unser „erster Eindruck“, also unser erster intuitiver Blick, nach nur 30 Sekunden in 70 Prozent aller Fälle mit unserem später sorgfältig geprüften Urteil identisch ist.
Doch: Es ist nie der erste Blick und unsere Sinne erfassen gar nichts. Unsere Neuronen erkennen, dass die Neuronen des oder der anderen auf der gleichen Welle schwimmen oder dass die Schwingung im Raum, der sogar menschenleer sein kann, unserer Eigenfrequenz entspricht. Wir sind in ein einheitliches neuronales Feld eingetaucht oder wir sind von einem nicht kompatiblen neuronalen Feld abgestoßen worden. Und diese Kraft ist stärker als unser Verstand, als unser Wille, als wir selbst.
Als rationale Menschen können wir die Kraft dieser Wellen bekämpfen. Dazu benötigen wir extreme Energie, wie jedes Schiff, das gegen starke Strömung voranstampft und nach jedem Brecher Bugwasser absaugen muss, welches den Rumpf zuerst nach oben wölbt, danach, wie bei einer Kraftprobe, mit der Nase nach unten presst und eintaucht, und schließlich – wie aus Protest gegen solche Verachtung des geistig/transzendenten Willens – an seinen Seiten gen Himmel spritzt, nach Hilfe schreiend für den nächsten Schritt. Vielleicht schaffen sie es.
Neuronale Felder aber funktionieren anders: wir nutzen den Schwung der Welle und lassen uns von ihnen tragen: ohne Kampf, ohne Krampf, ohne Kraft. Dies ist die Strategie des Delfins. Es ist eine Strategie der feinen Antennen, die Feldschwingungen empfängt, vielleicht moduliert, vielleicht aber auch nicht und in uns „fährt“, gemeinsam mit allen, die auch darin „schwimmen“, die somit synchron schwingen.
Wie entsteht synchrone Schwingung? Woher bekommen neuronale Felder ihre Kraft?
Das Urbild der Klangerzeugung, dem auch unsere menschlichen Stimmbänder entsprechen, ist die Saite. Wenn eine Saite schwingt, geschieht nun etwas ganz und gar Wunderbares: Nicht nur die ganze Saite, also ihr Grundton, auch die halbe Saite schwingt zwangsläufig mit, also die nächst höhere Oktave. Und es schwingen zudem 2/3 der Saite (die Ouinte), und 3/4 (die Ouarte), und 4/5 (die große Terz), und 5/6 (die kleine Terz) usw. Die ganze Tonleiter erklingt, nur eben als Obertonreihe. Jeder Ton enthält alle Töne.
Das griechische Wort „tónos“ heißt nicht nur Ton, sondern auch Seil, Seide, Anstrengung, Kraft. Es ist die Spannung, die Kraft der Saite, in dessen Ton alle anderen Töne mitschwingen. Durch die Fähigkeit unseres Mundes wird der Atem zur Stimme. Das „Zuerst war der Atem“ der Inder und Tibeter ist deshalb nichts anders wie das „Am Anfang war das Wort“ der Christen. „Wer das Geheimnis des Tones kennt, kennt das Mysterium des Weltalls“, berichtet Sufi Hazrat Inayat Khan von der Offenbarung des Propheten Mohammed.
Die Pythagoräer haben von einer Sternenmusik im Kosmos gesprochen. Musik ist ihnen ein Gleichnis für die Harmonie der Welt. Die Himmelsbewegungen sind nichts anderes als eine fortwährende mehrstimmige Musik, schreibt der große Mathematiker und Astronom Johannes Kepler vor 400 Jahren. Der französische Forscher Francois Warain hat Keplers Berechnungen vor 60 Jahren bestätigt: „Zwischen den Planeten unseres Sonnensystems gibt es 38 Intervalle, also 76 Töne, stellt er fest. 22 Intervalle sind Urharmonien. 72 Töne gehören zur Durtonleiler, 58 Töne entfallen auf den Dur Dreiklang c e g, 44 auf den Moll Dreiklang a.c.g.“
A l l e Materie reagiert auf diese Schwingungen. Körper im gleichen Schwingungszustand sind, so heißt es, miteinander in RESONANZ. Das klassische Beispiel dafür ist die Stimmgabel. Ein alltägliches Beispiel ist ein lockeres Blech in einem alten Auto, das auf eine bestimmte Umdrehungszahl des Motors reagiert. Ein historisches Beispiel sind die Posaunen von Jericho, der Palmenstadt im Jordantal zur Zeit Jesu. Die mit den Posaunen verbreiteten Schwingungen haben sich auf die Stadtmauern übertragen, Resonanz hat sie einstürzen lassen.
Auch unsere Nerven und Zellen reagieren auf Schwingungen sogar auf extrem feine und schwache die vor kurzen noch gar nicht messbar waren: die Gehirnwellen.
Die Neurologie ist gerade dabei, Dinge zu erklären, die uns vor wenigen Jahren als esoterischer Hokospokus vorgekommen sind. Aber auch das hat uns die Sprache bereits vorausgesagt: Das lateinische „cantare“ wird im Allgemeinen mit „singen“ übersetzt. Ursprünglich aber heißt es „zaubern“.
Unsere Wissenschaft entdeckt nun schon seit fast 200 Jahren immer neue Wellen. Und so können wir davon ausgehen, dass wir in Zukunft noch vieles entdecken werden, mit dem wir heute schon in Resonanz schwingen.
Wir machen uns keine Vorstellung von den vielen Schwingungseinflüssen, denen wir ausgesetzt sind.
Unser geflügeltes Wort „Liebe geht durch den Magen“ bezieht sich ursprünglich gar nicht auf Kochkünste, sondern auf Resonanz. Und natürlich nehmen wir, wenn wir Fleisch essen, auch die Schwingungen der Tiere auf, die entweder ein artgerechtes, würdiges Leben hatten, oder zu Tode gequält worden sind.
Ein weiteres Beispiel ist die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente. Die Wissenschaft hat in empirischen Studien nachgewiesen, dass Homöopathie wirkt, aber sie hat keine Erklärung dafür, warum sie wirkt. Die möglichen Wirksubstanzen sind so stark verdünnt, dass sie im Medikament eigentlich nicht mehr vorhanden sind. Und wie kann dann eine Wirkung entstehen? Es wird ja keine Chemie verabreicht, stattdessen werden Information und Schwingung weitergegeben. Es ist ein Resonanzphänomen.
Resonanz öffnet dem Informationsfluss Tür und Tor. Das Aufregende dabei ist nun, dass dieser Informationsfluss durch den Verstand nicht gefiltert wird. Wir können auch sagen: er fließt direkt ins Herz. Denken wir an die Ratten und Kinder in Hameln, an strandende Wale und Delfine oder auch daran, als wir verliebt waren, (oder es vielleicht noch sind): Die Erfahrung der Liebe kann mit dem Intellekt nicht verstanden werden, die Gefühle werden direkt und ungefiltert übertragen.
Haben sie schon einmal einen Vogelschwarm am Himmel beobachtet? Hunderte oder tausende von Vögeln fliegen in die gleiche Richtung und ändern plötzlich, im Bruchteil einer Sekunde, diese Richtung – im identischen Winkel. Zeitlupenfilme zeigen 50 000 Vögel, die in weniger als einer winzigstel Sekunde synchron abschwenken. Bei jedem solchen Manöver bleiben einige Vögel auf der Strecke, machen den gemeinsamen Schwenk nicht mit, bemerken, dass sie nicht mehr zum Schwarm gehören, flattern verzweifelt, um den Anschluss zu finden, den einige von ihnen schaffen und andere wiederum nicht – die dann, wieder gemeinsam, einen neuen kleinen Schwarm der zu spät Gekommenen bilden, der, frei nach Michail Corbatschow, vom Leben bestraft wird.
Haben sie schon einmal einen Menschenschwarm beobachtet?
Hunderte oder tausende Teenager, die im Angesicht ihrer Idole die Besinnung verlieren, hunderttausende ausgewachsener Männer und Frauen, die beim Anblick ihres Führers „Sieg Heil“ schreien, Horden von Randalierern, die ohne die Kontrolle ihres Verstandes durch die Innenstadt trampeln und Schaufensterscheiben zertrümmern, ein Saal voller Parteigänger, die nach der Rede ihres Helden in Begeisterungstürme ausbrechen, eine Menschenmenge von Fanatikern, die sich durch ihre Parolen selbst in ein ekstatisches Hochgefühl hineinsteigert, eine Zuschauertribüne bei einem Fußballländerspiel, wo die Fans sich selber vergessen und der Sport die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist?
Menschenschwärme, Vogelschwärme, Heuschreckenschwärme, Termitenschwärme, Fischschwärme, Delfinschwärme – alle Schwärme verhalten sich wie Schleimpilze; das ist eine Amöbenart, die als Einzeller lebt, bei knapper Nahrung aber eine Chemikalie ausscheidet, die andere Amöben veranlasst, sich zu versammeln und ihre synchronen Bewegungen bis zu dem Punkt zu verstärken, wo sich ein zusammenhängendes Gebilde auf dem Waldboden fortbewegt. Ein Beispiel für den fließenden Übergang von individuellem zu kollektivem Verhalten: der Amöbenschwarm bewegt sich nicht, er wird bewegt – er wird bewegt von einem Resonanzfeld, das ihn trägt.
Wir können uns das vorstellen wie einen fahrenden Eisenbahnzug: Nachdem wir uns einmal zum Einsteigen entschieden haben, ist unser absoluter individueller Bewegungsspielraum auf kleine Distanzen im Rahmen der Grundbewegung und Begrenzungen des Zugs beschränkt. Unser Planet ist auch so ein Zug. Hier ist das Bild vom Raumschiff Erde gebräuchlicher.
Der Astronaut Edgar Mitchell ist sehr bewegt, als er unseren wunderschönen blauen Planeten an einem dunklen schwarzen Himmel vom Mond aus über sich strahlen sieht:
„Dieser harmonisch und friedlich wirkende Himmelskörper gibt mir ein starkes Heimatgefühl, ein Gefühl des Seins und Einsseins – unmittelbares Weltbewusstsein möchte ich es nennen. Und wenn du zurückkommst fühlst du dich nicht mehr als Bürger der Vereinigten Staaten, sondern als Bürger der Erde.“
Russell Schweikart drückt es so aus:
„Dir wird klar, auf diesem kleinen Ding dort befindet sich alles, was dir etwas bedeutet, alles, was es gibt an Geschichte und Musik, Dichtung und Kunst, Tod, Geburt und Liebe, Tränen, Freuden und Spielen – alles auf der winzigen Kugel dort. Du erkennst, dass du ein Stück davon bist, dass du dazugehörst. Dieses Erlebnis ändert dein Verhältnis zur Erde und zu allen Formen von Leben auf ihr.“
Raumerlebnisse verwandeln Identität und schaffen eine neue Definition von „zu Hause“. Das einheitliche neuronale Feld der irdischen Humanität ist auf dem Mond entstanden und breitet sich seitdem langsam aber spürbar als ein hochfrequenter Schleier über die Erde aus. Distanz läutert; der Blick von außen klärt vieles: Mahatma Gandhi bewirkt die Befreiung Indiens von Afrika aus in Gedanken. Charles de Gaulle bewirkt die Lösung Algeriens von Frankreich von England aus in Gedanken.
Der Ayatollah Khomeini stürzt Mohammed Reza Schah Pahlewi von Persien von Paris aus in Gedanken. Nelson Mandela beendet die Apartheid in Südafrika vom Gefängnis aus – in Gedanken. Das Helden im Exil durch ein einheitliches neuronales Feld mit ihrer heimatlichen Gemeinschaft gestärkt werden, ist ein wiederkehrendes Muster in der Geschichte.
Wir sind hier und machen, ob wir wollen oder nicht, alle Bewegungen des Planeten mit: Die tägliche Umdrehung um seine eigene Achse, den jährlichen elliptischen Umlauf um die Sonne, den 25 860 Jahre dauernden elliptischen Umlauf unseres Sonnensystems um das Zentrum unserer Galaxis (der uns gerade in das so genannte Wassermannzeitalter führt) und den rasanten Flug unserer Galaxis – mit einer Geschwindigkeit von 1,8 Millionen km/h – in Richtung Virgohaufen. Ob auch das eine Reise auf irgendeiner Umlaufbahn ist, wissen wir nicht.
Auf dieser vielschichtigen, spiralförmigen Reise sind wir immer wieder neuen Grundschwingungen ausgesetzt, die einen Rahmen bilden, in dem wir agieren können oder müssen.
Alle großen Staatsmänner und erfolgreichen Unternehmer nutzen das Phänomen der Resonanz, auch wenn das den meisten gar nicht bewusst ist. Diese Menschen können gleichsam einen Lichtschalter bedienen, ohne Elektrizität zu verstehen. Und wir können die elektromagnetischen Wellen, in die unsere Gehirne eingetaucht sind, erfolgreich einsetzen, ohne von ihrer Existenz zu wissen.
Die großen Veränderungen der Menschheitsgeschichte sind nie das Ergebnis kriegerischer Auseinandersetzungen gewesen. Kriege sind Symptome veränderter Schwingungsmuster. Wir bewegen die Welt genauso wenig, wie das Thermometer die Temperatur verändert.
Keine Weltmacht, kein die Welt beherrschendes Gesellschafts- oder Wirtschaftssystem ist je militärisch besiegt worden. Auch zuletzt der Kolonialismus und der Kommunismus nicht. Und trotzdem sind sie untergegangen.
Die Grundschwingung hat sich geändert. Die alten Führer sind mit den neuen Gegebenheiten nicht mehr in Resonanz gewesen. Die Geschichte ist nicht zu Ende, unserem heute die Welt beherrschenden System eines ungeregelten Kapitalismus ergeht es nicht anders – den Anfang vom Ende können wir schon deutlich spüren.
Die Grundschwingungen, auf die alle anderen Schwingungen aufmoduliert sind, ist das Gesetz, nach dem die Welt sich bewegt. Wer sich auf sie einstimmt, ist in Resonanz mit dem „Fluss“ – mit dem neuronalen Feld der Welt.
Mihaly Csikszentmihalyi, der als „Glückspsychologe“ bezeichnete Amerikaner, hat hierfür den Begriff „Flow“ geprägt. Wer in Resonanz mit dem Fluss der Welt ist, bewegt sich „in the flow“ (im Fluss).
Ihm geht alles leicht von der Hand, seine Vorhaben gelingen von selbst, aus seinem Selbst heraus. Wer gegen den Fluss der Welt ankämpft, kann großen Wirbel auslösen, manchmal sogar Wirbelstürme, aber auf Dauer kaum etwas bewirken.
Es geht nicht darum, die Gesetze zu ändern, sondern sie zu respektieren.
Es geht darum, nicht gegen, sondern durch sie zu arbeiten.
„Überall regt sich Bildung und Streben. Alles will sie mit Farben beleben“, sagt Faust über die Sonne. Natürlich ist die Sonne nicht nur Ursprung der Farbe, sondern auch der Gesundheit.
Im Prolog zum Faust aber steht noch etwas Bemerkenswertes:
„Die Sonne tönt nach alter Weise
in Brudersfähren Wettgesang,
und ihre vorgeschriebene Reise
vollenden sie mit Donnergang.“
Goethe lässt die Sonne nicht scheinen, sondern „tönen“. Er wusste, dass wegen ihres größeren Frequenzspektrums vor allem Töne neuronale Felder aufladen.
Große Führer sind Personen, die in Resonanz mit dem „Ton der Zeit“ arbeiten, ihn sich zu Nutze machen. Ihre Größe liegt nicht in ihrer Macht. Die ergibt sich manchmal daraus, ist aber gar nicht so entscheidend, wie wir immer meinen. Ihre Größe liegt in der mentalen Kraft, mit der sie diese Grundschwingung mit den Schwingungen der Neuronen – dem „Ton“ in unserem Gehirn rückkoppeln und ausrichten.
Mahathma Gandhi hat die Frequenz neu ausgerichtet, in der die Menschen in der größten britischen Kolonie schwingen. Michail Gorbatschow hat die Frequenz neu ausgerichtet, in der die Menschen in der Sowjetunion schwingen. Ayatollah Khomeini hat die Frequenz des Iran umprogrammiert, Nelson Mandela die von Südafrika. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer haben die Frequenzen umgestaltet, mit denen sich Franzosen und Deutsche Jahrhunderte lang begegnet sind.
Diese Resonanzachse trägt auch dann, wenn die beiden Staatslenker unterschiedlichen politischen Lagern angehören, wie zuerst Ciscard d’Estaing und Helmut Schmid – und später, umgekehrt Francois Mitterand und Helmut Kohl. Und sie hat sogar getragen, wo die beiden Staatslenker sich persönlich zunächst schwer miteinander getan haben, wie Jacques Chirac und Gerhard Schröder, die beide zunächst den innenpolitischen Gegner des anderen favorisiert haben.
In jeder Sekunde laufen in unserem Körper eine Trillion chemischer Reaktionen ab – das ist eine Zahl mit 18 Nullen.
Die können wir bewusst weder kontrollieren noch überblicken. Sie werden gesteuert von den verschiedenen sich überlagernden Schwingungen, auf deren Empfang unser Körper eingestellt ist. Die „Einstellung auf Empfang“, die Entscheidung, womit wir in Resonanz gehen wollen, ist unsere Entscheidung. Ein Parameter dabei ist der Faktor Zeit.
Stellen sie sich eine Symphonie vor, die von einem Tonträger in einer Sekunde abgespielt wird. Würden wir die noch erkennen? Wohl kaum. Stellen sie sich eine Symphonie vor, bei der ein ganzer Ton einen ganzen Tag dauert. Die würden wir sicher auch nicht anhören wollen. Die Beispiele zeigen, unter welchen Bedingungen wir über unsere Ohren mit Musik in Resonanz gehen können.
Viele Tiere, und nicht nur Wale, Wölfe, Mäuse oder Würmer, reagieren auf Signale, zum Beispiel bei nahenden Erdbeben, die von uns nicht bewusst empfangen werden. Resonanz bedarf nicht nur ähnlicher Frequenzen sondern auch ähnlicher Zeitmuster.
Unsere Lungen und unsere Haut atmen Luft ein, filtern das aus uns heraus, was der Körper braucht und geben den Rest wieder ab. Unsere Kultur ist eingebettet in das Hintergrundrauschen der ganzen Welt, empfängt aber nur das, was unser Frequenz und unserem Zeitmuster entspricht. Der Rest wird nicht wahrgenommen, nicht als wahr angenommen. Er fließt durch uns oder unser Gemeinwesen hindurch, ohne Spuren zu hinterlassen. Mit den Frequenzen der Rundfunk-und Fernsehsender, auf die wir unser Gerät nicht eingestellt haben, ist es ebenso.
Die Ost-Steiermark jedoch hat bei mir Spuren hinterlassen und ich bin immer noch mit ihr in Resonanz.
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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Eine Antwort zu Wendezeit – bewegte Zeit

  1. www.gold-dna.de schreibt:

    Willkommen im Club der HARMONIE. Diesbezüglich vielleicht auch sehr interessant:

    http://faszinationmensch.com/2014/04/30/ein-chor-um-leben-zu-schaffen-kein-experiment-um-zu-toten/

    Gruß Guido

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