Frauen in Führungspositionen?

von Harald Koisser aus „wirks“
Das Wichtigste gleich zu Beginn: Die Frage ist möglicherweise irrelevant.
Es geht nicht darum, dass Frauen in einem sterbenden System Führungspositionen übernehmen. Frauen haben längst die innere Führung eines neuen Systems übernommen, das auf Gleichheit, Wachheit, Verbundenheit, lebendiger Spiritualität und Bewusstheit basiert. Dieses weibliche Prinzip existiert bereits, es diffundiert durch die vorherrschende patriarchale Struktur. Die Menschen, Männer wie Frauen, haben eine tiefe Sehnsucht danach.
Aber es wird nicht wahrgenommen. Es wird deshalb nicht wahrgenommen, weil wir dafür keine Brillen haben. Es gibt kaum Medien, die das abbilden. Die Menschen können nur sehen, woran sie glauben. Wir sind Kinder der Industriellen Revolution und von rund 2000 Jahren Patriarchat. Das sind die Scheuklappen unserer Wahrnehmung. Da geht es um eine bestimmte Definition von Führung und Wachstum und Erfolg. Da herrscht der Glaube vor, dass alles machbar ist, dass der Mensch sich die Erde kraft Technik Untertan macht, dass Macht und Reichtum Zeichen von Erfolg sind, dass Konkurrenz belebend ist. Und so weiter. Wenn man mit diesen Glaubenssätzen hinschaut, dann sieht man wenig Frauen. Das ist ein gutes Zeichen. Das ist nämlich nicht das, woran Frauen glauben. Viele Männer auch nicht mehr. Das ist nicht das, was die Welt in Zukunft voranbringt.
Die Frauen, die gut wahrnehmbar sind, haben sich innerhalb des männlichen Systems Platz geschaffen. Teilweise mit männlicher Ellenbogentechnik und männlichem Machtverständnis. Teilweise durch Quotenregelungen. Teilweise mit Empörung und Kraft, wie die feministische Bewegung. Diese hat den Frauen Raum zurückgeholt, der ihnen lange weggenommenen worden war, im Denken und in der Realität. All das war höchst notwendig. Aber wenn man ein System bekämpft, so kämpft man auf der Ebene dieses Systems. Patriarchat und Widerstand sind die zwei Seiten derselben Münze.
Das Neue ist wie eine ganz andere Währung. Es hat mit dem alten System gar nichts zu tun, nicht einmal den Widerstand. Das Neue ist nicht im Widerstand zum alten System. Widerstand an sich ist nicht Bestandteil der neuen Denkungsart. Darum lässt es sich von den Hofberichterstattern des Patriarchats auch nicht wahrnehmen. Die hätten gerne Krieg und Kampf. Das sind sie so gewohnt. Aber das Neue kämpft nicht. Es ist einfach. Das einzige, was möglich bleibt, ist es zu belächeln oder unter Esoterikverdacht zu stellen. Man kann versuchen, es in bewährter Form einzukreisen und zu bekämpfen. Aber man kann nichts einkreisen, was nicht fassbar ist. Innere Haltungen kann man nicht einkreisen. Das sind Blüten in den Herzen von Männern und Frauen und die gehen teilweise im Verborgenen auf. Das ist keine „Zielgruppe“ wie man es im Marketing gerne hätte. Das Sehnen ist universell. Da blühen wunderschöne Gedanken und Haltungen von Menschen, die noch Jobs im Alten System haben. Sie bereiten sich selbst innerlich vor. Sie tun vielleicht noch etwas, woran sie nicht mehr glauben, und sie wissen das auch. Wie will man das bekämpfen? Es geht nicht. In den Herzen ist der Wandel vollzogen. Die Menschen haben der patriarchalen Ökonomie und Politik innerlich aufgekündigt.
Und so ganz verborgen ist es ja auch nicht mehr. Es gibt die Gemeinwohlökonomie, die Demokratische Bank, die Pioneers of Change, das HUB, die GAIA-Prinzip-Initiative und viele Unternehmen mit nachhaltigem Engagement. All diese Bewegungen sind bereits von einem neuen Bewusstsein getragen. Hier geht es nicht mehr um Konkurrenz, es geht um Kooperation. Hier ist Erfolg ganz neu definiert. Erfolgreich ist, wer glücklich ist und wem es gut geht und wer dazu beiträgt, dass es auch anderen gut geht.
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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