Wie ist die Welt entstanden ?

Von René Cassien
Die jüngsten Ereignisse um die Ukraine veranlassen mich einiges über die Weltsicht der US-Amerikaner Revue passieren zu lassen.
Bei meinen häufigen und auch langfristigen Aufenthalten in den USA beschäftigte ich mich sehr intensiv mit dem sog. „Way of life“ der US-Amerikaner. So interessierte ich mich auch für das US-amerikanische Schul- und Bildungs-System, besuchte Schulen und Institute von der „Elementary school“ bis zur Universität und nahm auch teil am Unterricht oder Vorlesungen.
Eines Tages saß ich in der dritten Klasse einer „Elementary school“.
Wie jeden morgen begann der Unterricht mit einem gemeinsamen Morgenritual, dem „Pledge of Allegiance“. Der Lehrer ruft einen Schüler auf vor die Klasse zu treten, die USA-Nationalflagge zu berühren und gemeinsam mit allen Schülern, das in allen US-amerikanischen Schulen übliche Treue-Gelöbnis gegenüber der Nation und der Flagge der Vereinigten Staaten, zu sprechen:
„Ich schwöre Treue auf die Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika und die Republik, für die sie steht, eine Nation unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für jeden.“
Anschließend spricht die gesamte Klasse ein Gebet (letztlich ein Verfassungsbruch, da die US-amerikanische Verfassung strikte Trennung von Staat und Kirche vorsieht).
Bei diesem allmorgendlichem Ritual lief es mir, speziell als Deutscher, jedes mal eiskalt den Rücken runter. Stellen sie sich vor, wir würden dieses Ritual jeden Morgen in Deutschland zelebrieren, wie schnell würde die US-amerikanische Presse uns wieder als Nazis beschimpfen.
Im Laufe des weiteren Unterrichts stellte der Lehrer dann folgende Frage an die Schüler:
„Wie ist die Welt entstanden ?“
Einige Schüler erhoben die Hand und der Lehrer bat einen um seine Antwort. Der Schüler antwortete:
„Der liebe Gott hat Columbus erschaffen und der hat Amerika entdeckt. So ist danach die Welt entstanden.“
Diese Art der Weltsicht, bar jeglicher vorhergehender Historie und sonstiger Geografie, ist in den USA weit verbreitet. Der Durchschnitts-Amerikaner nimmt sie bereits mit der Muttermilch auf, bzw. erhält sie von frühester Kindheit eingetrichtert.
George W. Bush hat diese Weltsicht in seiner Rede zur Amtseinführung 2001 noch konzentrierter formuliert:
„USA the best, fuck the rest!“
Die USA sind schon lange eine große Nation. Sie wurden es aber vor allem durch Vernichtung, Unterdrückung und Eroberungen anderer Völker und Gebiete. Schauen wir zurück:
Mit der Eroberung und „Christianisierung“ von Nordamerika wurden im Laufe der Jahrhunderte die verschiedenen Indianerstämme aus ihren angestammten Regionen vertrieben. Diese „Ungläubigen“ wurden verfolgt, ermordet, als Untermenschen gesehen – bis heute. Man sollte nicht vergessen, dass die Indianer in den USA erst vor knapp 80 Jahren überhaupt Bürgerrechte erhielten. Auch in der Gegenwart werden sie von Teilen der Bevölkerung noch als minderwertig angesehen, und ihr Status in der gegenwärtigen US-Gesellschaft ist gering.
Bevor Columbus Amerika entdeckte ging man davon aus, dass ca. 3-4 Millionen Ureinwohner in Nordamerika lebten. Die anderen 72 Millionen Menschen lebten in Mittel- und Südamerika. Um die Jahrhunderwende, 1900, blieben noch 200.000 nordamerikanische Ureinwohner übrig, die nicht Krankheiten, Seuchen und der Ausrottung des weißen Mannes zum Opfer fielen.
Als man trotz Unterdrückung der Indianer nicht genügend Arbeitskräfte fand, holte man sich ca. 4 Millionen Sklaven aus Schwarzafrika und richtete hier unsägliches Leid an. Die christlich verbrämte Sklaverei dauerte Jahrhunderte. In einer Zeit, in der man infolge der Aufklärung und des Humanismus in einem Großteil Europas die Sklaverei aufgehoben hatte, bestand sie in den USA weiter, besonders stark in den Südstaaten. Das blieb so bis 1865, bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges.
Schon ein bis zwei Jahrzehnte vorher hatte man große Teile Mexikos erobert, große Teile des Landes annektiert und auch hier die einfache Bevölkerung – meist indianischen Ursprungs – unterdrückt.
Karlheinz Deschner schreibt in seinem Buch „Der Moloch“:
„Die USA, die, seit es sie gibt, allen anderen Moral predigen, um ihre eigenen Gräuel zu kaschieren, entstanden selbst auf dem Boden nackter Gewalt: durch Ausmordung der Roten und Versklavung der Schwarzen – die Basis ihrer ganzen Freiheit und Demokratie: blutige ‚Realpolitik’ und bigottes Geschwätz.“
Und der Baptistenprediger Richard Land schreibt:
„Einen gerechten Krieg zu führen ist ein Akt christlicher Nächstenliebe. Das Böse muss bestraft werden, das Gute belohnt werden. Die Zeit für Gewalt ist gekommen.“
Vor allem von amerikanischen charismatischen Bewegungen wird im Rahmen ihres Sendebewusstseins propagiert, dass die USA das von Gott auserwählte Land sei. Ohne Gottes Hilfe könne Amerika nicht führend in der Welt sein. Sie glauben – ähnlich wie auch weitere reaktionäre Gruppierungen – dass man auf Seiten Gottes sei, wenn man andere Länder abhängig macht, wenn man gegen andere, die ja das „Böse“ verkörpern, Krieg führt. Menschenrechte zählen nicht, da es wichtiger sei mit allen Mitteln die christliche göttliche Ordnung zu stützen. So können demnach Amerikaner wegen Verletzung der Menschenrechte nicht vor den Internationalen Gerichtshof gestellt werden.
Dr. Michael Schmidt-Salomon, Trier, schreibt mit Recht:
„‚Gottesstaat’ und ‚Gotteskrieger’: Bislang neigten wir dazu, bei diesen so unzeitgemäß erscheinenden Begriffen in den Nahen Osten zu schauen. Es könnte aber durchaus sein, dass wir … vermehrt auch irritiert gen Westen blicken müssen – in die unumstrittene Machtzentrale der Weltpolitik. In den USA, der einzig verbliebenen Supermacht, hat eine christlich-konservative „Achse des Guten“ das Ruder übernommen, die im „Auftrag des Herrn“ und mit freundlichem Segen des „industriell-militärischen Komplexes“ (Eisenhower) damit begonnen hat, innenpolitisch den „liberalen Saustall Amerikas“ auszumisten und außenpolitisch die Welt auf typisch amerikanische Weise (Pax Americana) zu „befrieden“.
Wir erleben eben immer stärker die verkürzte Denkweise: Da die USA Gottes eigenes Land ist, gilt letztlich, dass alles gut ist, was den Vereinigten Staaten von Amerika dient, besonders natürlich den Wirtschaftsinteressen der führenden Kräfte des Landes. Böse ist alles andere. Nur am amerikanischen Wesen kann die Welt genesen – anders geht es nicht. Eine schlimme arrogante Entwicklung! Evangelikale, Fundamentalisten, Charismatiker nehmen – im Einklang mit den Wirtschaftsinteressen der Schlüsselindustrien des Landes – zunehmend Einfluss auf die Politik des Landes.
Vor dem Hintergrund fundamentalistischer und anderer konservativ-religiöser Anschauungen wird in den Medien, aber auch von Politikern gesagt, dass man in der Endzeit leben würde. Krieg wird von den religiös fundamentalistischen Kräften – aber nicht nur von diesen – als Selbstverständlichkeit, als Notwendigkeit im Kampf gegen das Böse gesehen. Der Endzeitglaube ist auf Grund der Propaganda immer häufiger in breiteren Schichten der Bevölkerung anzutreffen.
Jürgen Moltmannn, emeritierter Professor für Systematische Theologie an der Universität Tübingen schreibt dazu in „Die Zeit“:
„In sektiererischen Zirkeln hat es solche Vorstellungen immer gegeben, im heutigen Amerika aber sind sie eine Massenerscheinung. Mehr und mehr Amerikaner lesen und sprechen über das Weltende, während Europäer das ziemlich kalt lässt. Warum? Ein Land, das seine Bestimmung von Anfang an in göttlicher Vorsehung begründet, hat eine natürliche Schwäche für Prophetien. Ein Volk, das eine „neue Welt“ gegenüber einer „alten Welt“ in Europa bauen wollte, ist geneigt, in dualistischen Kampfkategorien zu denken: hier die Guten – dort die Bösen und „wer nicht für uns ist, ist wider uns“. … Heute schwanken viele zwischen einem messianischen Sendungsbewusstsein für das American empire und den dargestellten Weltuntergangsängsten. Es sind zwei Seiten derselben Medaille, die man auch Egomanie nennt.“
Die offiziellen staatlichen Institutionen und die Wirtschaft unterstützen diese Anschauungen und Politiker sehen das lenkbare Wählerpotential. Die Militärausgaben steigen ins Unermessliche, sind nicht mehr bezahlbar. Kulturell und sozial notwendige Aufgaben bleiben auf der Strecke.
Michael Moore, der berühmte kritische amerikanische Regisseur und Autor schreibt in seinem Bestseller “Stupid White Men“:
„Aber halt, verzweifelt nicht! Unter den führenden zwanzig Industrienationen sind WIR die Nummer Eins!! Wir sind die Nummer Eins bei den Millionären. Wir sind die Nummer Eins bei den Milliardären. Wir sind die Nummer Eins beim Militär. Wir sind die Nummer Eins bei den Todesopfern durch Feuerwaffen… Wir sind die Nummer Eins beim Ausstoß von Kohlendioxid… Wir sind die Nummer Eins beim Haushaltdefizit … Wir sind die Nummer Eins bei der geringsten Wahlbeteiligung… Wir sind die Nummer Eins bei Verletzten und Toten durch Verkehrsunfälle… Wir sind die Nummer Eins bei der Anzahl nicht unterzeichneter Menschenrechtsabkommen. Wir sind die Nummer Eins bei der Hinrichtung straffällig gewordener Jugendlicher… Wir sind die Nummer Eins als erste Gesellschaft der Geschichte, in der die Kinder die ärmste Bevölkerungsgruppe stellen.“
Als Folge der Politik der letzten Jahrzehnte wird das allgemeine kulturelle Niveau eines Großteils der Bevölkerung der USA extrem niedrig gehalten, nur Spezialwissen auf einigen Gebieten ist gefragt. Kulturelle Zusammenhänge, Verständnis gegenüber anderen Völkern, Kulturen und Anschauungen bleiben auf der Strecke.
Die amerikanische Geschichte ist eine blutige Geschichte. Seit der ausgerufenen Republik 1776 führten die USA bis zum heutigen Tag mindestens 133 Kriege, Militäraktionen und Interventionen. Dies bedeutet maximal alle 2 Jahre wurde irgendwo in der Welt militärisch interveniert.
Wobei hier die unzähligen CIA-Operationen nicht berücksichtigt wurden.
Siehe hierzu:
Liste der Militäroperationen der Vereinigten Staaten
Militärgeschichte der Vereinigten Staaten
Liste bekannt gewordener CIA-Operationen.
Diese unselige Bilanz der Gewalt veranlasste den Journalisten und Aktivisten Danny Haiphong zu folgender Aussage:
Lynchjustiz: Die Wurzel des US-Imperialismus
Die politische und wirtschaftliche Grundlage der Vereinigten Staaten ist auf Leichen von legalem Lynchen, oder „Lynchjustiz“ aufgebaut. Ohne den Völkermord und die Versklavung von Schwarzen und indigenen Völkern, konnte die US-Kapitalistenklasse ihre Gewinne, Reichtum oder Macht nicht angehäuft haben.
„Lynchjustiz“ ist auch die globale Taktik des US-Imperialismus, seine Weltherrschaft aufrecht zu erhalten. Washington verwendet eine Verbindung von Intelligenz und militärischen Institutionen um weltweit das Leben von Menschen und ihre Ressourcen zu lynchen.
Dies kann in spezifischen Fällen begutachtet werden, wie die Tausende von Menschen im Nahen Osten und Afrika, die durch Drohnenangriffe der Obama-Administration ermordet wurden oder die NATO-Bombardierung Libyens, wobei Zehntausende getötet und die schwarze libysche Bevölkerung fast ausgerottet wurde. Die CIA hat mehr als 50 ausländische Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gestürzt.
Dies sind nur einige wichtige Beispiele dafür, wie Washington und seine Herren, die Kapitalistenklasse, die Mehrheit der Menschen auf der Welt lynchen müssen, um ihren Reichtum und ihre Macht zu erhalten.
Die zunehmende Gewalt, Leid und sozialer Tod unterdrückter Menschen durch die US- imperialistische „Lynchjustiz“ macht den Bankrott des liberalen Flügels der kapitalistischen Klasse offensichtlich. Gestützt von den Konzernmedien, wie MSNBC, diese selbsternannten „Linken“, die sich aktiv am überparteiliche Lynchen in all seinen Formen beteiligen, um ihren Werdegang mit der liberalen imperialistischen Demokratischen Partei und dem unantastbaren faschistischen Commander-in-Chief , Barack Obama zu forcieren. Jede Bewegung , die an dem Markenzeichen des Linksradikalismus hängt und das Ende der US- Lynchjustiz will, ist zum Scheitern verurteilt. Eine Volksbewegung für vollständige Gerechtigkeit muss durch den Kampf der unterdrückten Mehrheit der Schwarzen Amerikas und allen Gemeinden, die unter der US-faschistischen Herrschaft leiden, geführt werden. Wir müssen jeden Tag mit dem Aufbau einer Bewegung verbringen, die die unterdrückten Menschen befähigt, die Macht ihr eigenes Schicksal zu bestimmen, kollektiv zu verlangen. Diese Bewegung ist weit entfernt vom Sieg, aber jeder Tag, in dem wir nicht handeln, wird ein weiterer ausgebeuteter Mensch von dem US-imperialistischen System gelyncht.
Nach diesem Text kann man auch verstehen, dass viele Menschen in den USA das Reich Ahrimans sehen.
Ahriman setzt jeder Schöpfung eine negative Gegenschöpfung entgegen. Er ist die Verkörperung allen Bösen, der Finsternis, Tod, Zerstörung und Unheil in die Welt bringt. Das Reich Ahrimans ist die Materie. Durch Ahrimans Wirken verdunkelt sich dem Menschen der Einblick in die geistige Welt, so dass er nur mehr die materielle Außenwelt sieht.
Ahriman verführt den Menschen auch zu Irrtum und Lüge.
Ein weiteres Symbol für Finsternis, Tod, Zerstörung und Unheil findet man in den USA auch in dem Vereinswappen einer Studentenverbindung namens „Skull and Bones“ (Schädel und Knochen).
Bones_logo-250x236„Skull and Bones“ ist mehr als eine gewöhnliche Studentenverbindung. Die auch „Brotherhood of Death“ (Bruderschaft des Todes“) oder „Orden des Todes“ genannte Gemeinschaft wurde 1832 an der Yale University in New Haven, Connecticut als Geheimbund gegründet.
Diese bruderschaftlichen Geheimbünde dienen als Rekrutierungsbasis für junge Männer, die für Karrieren in Regierung, Justiz, Finanzen und anderen einflussreichen Sektoren in den Vereinigten Staaten bestimmt sind. Skull & Bones ist der Elitärste unter diesen Geheimbünden.
Die Mitglieder des Ordens „Skull and Bones“ stammen aus den ältesten und reichsten Familien der USA. Seit vielen Generationen unterwandern sie Politik, Wirtschaft und Justiz. Und immer wieder werden sie als Drahtzieher von Verbrechen genannt. Einen maßgebenden Einfluss bei „Skull and Bones“ hat die Familie Bush.
Während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2004 wurden die Kandidaten für das Weiße Haus, der republikanische Amtsinhaber George W. Bush und sein demokratischer Herausforderer John Kerry (heutiger US-Aussenminister), von dem NBC-Starmoderator Tim Russert getrennt interviewt. Als Russert sie auf ihre Mitgliedschaft in einem studentischen Orden der Yale University mit dem Namen „Skull and Bones“ ansprach, antworteten beide fast gleichlautend: „Das ist so geheim, darüber kann ich nicht sprechen.“
Jedes Mitglied des Ordens hätte so geantwortet, denn die „Bonesmen“ (Knochenmänner), wie sie sich nennen, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
„Die große Stärke unseres Ordens liegt in seiner Verschwiegenheit“, sagen die Mitglieder.
Es war das erste Mal in der Geschichte der USA, dass beide Parteien Bonesmen als Präsidentschaftskandidaten aufstellten. Aus Sicht des Ordens war das Rennen damit bereits gelaufen, denn einer aus ihren Reihen würde auf jeden Fall siegen: Bush oder Kerry.
Alexandra Robbins, Journalistin und Kennerin der amerikanischen Geheimbundszene, sagt:
„Im Grunde genommen werden die Vereinigten Staaten seit Jahren von Skull and Bones regiert.“
Damit untertreibt sie ein wenig: Der Geheim-Orden „Skull and Bones“ stellte mit George W. Bush nicht nur seinen dritten Präsidenten – Senatoren, Kongressabgeordnete, Kabinettsmitglieder und Bundesrichter zählen seit fast zwei Jahrhunderten zu den Mitgliedern von „The Order“, wie der Orden im internen Sprachgebrauch heißt. Die größte Bonesmen-Dichte unter den amerikanischen Regierungs-Organisationen weist der Geheimdienst CIA auf.
Der Historiker und Yale-Professor Gaddis Smith sagt deshalb: „Die CIA hat den Charakter eines Klassentreffens.“ Die 300-Jahr-Feier der Yale University im Jahre 2001 war denn auch ein Schaulaufen der Reichen und Mächtigen des Landes – die Bonesmen allen voran.
Der deutsche Geheimbund-Experte Andreas von Rétyi sagt, was viele denken:
„Hinter der sichtbaren Regierung der USA steht ein finsteres Gebilde, dessen zentraler Kern die Bonesmen sind. Die auf ihren geheimen Treffen gefällten Entschlüsse gleichen Urteilen eines Weltgerichts. Sie stellen die Weichen für den künftigen Kurs der Geschichte.“
Doch auch dies sollten wir berücksichtigen.
In den USA gibt es eine breite Front – auch wenn sie heute noch Minderheit ist – gegen die reaktionäre, bigotte, fanatische Kriegspolitik der Regierenden. Nicht nur in Europa sind hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, auch in den USA selbst! Und diese Amerikaner haben es schwerer als wir Europäer, da sie doch von den mehr oder weniger gleichgeschalteten Medien noch ganz anders manipuliert werden als wir in Europa.
Ja, es sind wichtige Gruppen, die in den USA die Regierungspolitik nicht mittragen wollen und sich gegen Fundamentalismus ebenso wehren wie gegen die zunehmende Plutokratie und das Vormachtsdenken im Lande. Dazu gehört eine breite Friedensbewegung, aber eben erst recht rationalistische, atheistische, humanistische, freidenkerische Gruppen, welche sich gegen den religiösen Wahn im Lande wehren, gegen die Vermengung von Religion, Politik und Wirtschaft.
Unsere Aufgabe als Europäer ist, diese Kräfte zu unterstützen, mit ihnen gemeinsam zu wirken, den Hegemonieansprüchen der Regierenden zu widerstehen und mit allen Mitteln gegen die zunehmende Militarisierung und Aggressionsbereitschaft der US-Regierung aufzubegehren. Tun wir alles für die unveräußerlichen Menschenrechte: sie müssen gerade auch in den USA voll verwirklicht werden!
Logischerweise tun wir uns als nicht-souveränes Deutsches Volk, als US-amerikanische Besatzungszone mit 230 US-amerikanischen Mitlitärstützpunkten, beim Aufbegehren besonders schwer. Daher möchte ich zum Abschluss mit der Bemerkung – Es hätte auch anders kommen können – auf den nachfolgenden Artikel aus dem „Contra Magazin“ verweisen:

Westmächte wollten nie einen Friedensvertrag mit Deutschland

Wäre es nach der Sowjetunion gegangen, hätte Deutschland trotz der enormen Verluste während des Krieges einen Friedensvertrag erhalten und wäre wie Österreich ein neutraler Staat zwischen Ost und West geworden. Dass es nicht so gekommen ist, haben die Deutschen ihren falschen Freunden in London, Washington und Paris zu verdanken.
… Während nämlich die Sowjetunion an einer Deeskalation der Differenzen mit den kapitalistischen Westmächten interessiert war, schufen diese nach und nach Tatsachen. Schon 1955 wurde die Bundesrepublik in das westliche Militärbündnis NATO eingegliedert. Dieses wurde nach den Worten von Lord Ismay aus folgenden Gründen geschaffen:
„To keep the Americans in, the Germans down, and the Russians out“.
Also um die Amerikaner in Europa drin, die Deutschen am Boden, und die Russen draußen zu halten. Ein freies, selbstbestimmtes Deutschland lag niemals im Interesse Londons und Washingtons, weshalb die Wünsche Moskaus stets ohne Gehör zu finden verhallen mussten.
Selbst heute, 15 Jahre nach dem Fall der Mauer, steht Deutschland unter westalliierter Besatzung. Getarnt unter dem Deckmantel der NATO befinden sich westalliierte Truppenverbände auf deutschem Territorium und nutzen dieses für ihre völkerrechtswidrigen Angriffe auf andere Staaten. Noch heute, nachdem Russland als Rechtsnachfolger der UdSSR auf alle Besatzungsrechte verzichtet hat um den Deutschen in der ehemaligen SBZ ihre Souveränität zu schenken, weigern sich die Angloamerikaner standhaft gegen die Aufgabe ihrer Besatzungsgewalt.
Wenn es eine Möglichkeit gibt, die Angloamerikaner in Zugzwang zu bringen, dann nur damit, dass Deutschland und Russland einen Friedensvertrag unterzeichnen. Doch so lange die Parteien der Transatlantiker – CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne – noch ein Wort mitzureden haben, wird die deutsche Bundesregierung keinen Finger rühren. Dabei könnte Deutschland im Zuge eines Friedensvertrags mit Russland die NATO verlassen und die Neutralität ausrufen. Der Großteil des deutschen Sprachraums – Deutschland, Österreich und die Schweiz – wären dann das neutrale Herz Europas.
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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