Bayern: Startschuß für’s Fracking

von Klaus Wallmann sen. aus „Randzone“
Während die bayrische Staatsregierung öffentlich “Nein zum Fracking” sagt (Umweltminister Huber), hat dieselbe Staatsregierung bereits erste Lizenzen für’s Fracking vergeben. So die Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Gote. Bereits am 31. Januar 2014 habe die Staatsregierung “heimlich, still und leise den Startschuss für Fracking im ganz großen Stil” gegeben, indem sie dem britische Bergbau-Unternehmen “Rose Petroleum” eine “Erkundungslizenz” für das “Weiden Basin” (Oberpfalz/Oberfranken) gab.
Zwar spricht das Unternehmen nur von der Suche nach Erdöl und Erdgas und deren möglicher konventioneller und unkonventioneller Förderung (Fracking?), doch den im Westen des freigegebenen Gebietes liegenden Schiefer hält die “Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe” als potenziell geeignet für Erdgas-Fracking. Außerdem besitzt das Tochter-Unternehmen von “Rose Petroleum” bereits Fracking-Lizenzen in Polen und für die Erdgas-Aufsuchungsfelder rund um den Bodensee. Der Bund Naturschutz weist darauf hin, daß das Unternehmen nicht eine Million Euro in die “Erkundung” stecken würde, wenn es hinterher nicht auch abbauen wolle.
Am Dienstag protestierten in Weiden rund 100 Bürger vor dem Alten Rathaus gegen die “Erkundung” und gegen Fracking. Organisiert wurde der Protest vom Bund Naturschutz, den Grünen und der Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen in Weiden.
Die Grünen haben inzwischen eine “Weidener Erklärung” initiiert, die der neue Stadtrat am 5. Mai verabschieden soll. Diese beinhaltet ein klares NEIN zum Fracking. Man befürchtet wohl nicht ohne Grund, daß “Rose Petroleum” trotz Dementi der Landesregierung die Fracking-Methode in Erwägung zieht, zumal es derzeit keine rechtliche Grundlage für ein Verbot von Fracking gibt. Laut “Oberpfalznetz.de” heißt es in der “Weidener Erklärung” u.a.:
“Wir lehnen Fracking zur Gewinnung fossiler Energieträger grundsätzlich ab, weil mit dieser Methode unkalkulierbare Risiken für Mensch und Umwelt verbunden sind. Der mit Fracking verbundene Einsatz von umweltgefährdenden Chemikalen bedroht unser Grund- und Trinkwasser. (…)
Wir stellen fest, dass es weder in Bayern noch auf Bundesebene ein konkretes Verbot von Fracking gibt.
Wir fordern daher die bayerische Staatsregierung auf, die (…) Gesetzesinitiative Schleswig-Holsteins zur Änderung des Bergrechts im Bundesrat zu unterstützen und damit möglichst schnell Fracking mit wassergefährdenden Substanzen in Deutschland zu verbieten.
Außerdem erwarten wir die umfassende und vollständige Offenlegung aller Informationen zu bereits in Bayern stattfindenden Erkundungen.
Wir fordern darüber hinaus, dass keine weiteren Erkundungslizenzen durch die bayerische Staatsregierung vergeben werden.”
Originaltext
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Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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