Wer teilt, gewinnt

Zwei Abende in 3sat zu Gemeingütern und Share Economy

Ist eine Welt vorstellbar, in der man mehr hat, wenn man gibt? Oder leben wir dauerhaft in einer Welt, in der sich jeder selbst am nächsten ist? Nicht zuletzt durch das Internet tauschen und teilen Menschen wieder gerne. Ob Autos, Wohnungen, Kleidung – das Gemeingut erlebt eine Renaissance.
Doch wem gehört Wasser, Boden und Luft? Und wer darf diese Ressourcen benutzen? Wie immer ist das Problem bei Gemeingütern: Jeder möchte profitieren, aber möglichst wenig dafür tun; und was niemandem persönlich gehört, dafür fühlt sich keiner verantwortlich.
3sat beschäftigt sich an zwei Abenden, am Dienstag, 18. Februar, ab 22.25 Uhr, und in „Wissenschaft am Donnerstag“, ab 20.15 Uhr mit einer Wissenschaftsdokumentation und einer „scobel“-Ausgabe mit der Idee des gemeinsamen Besitzes.
Auftakt bildet am

Dienstag, 18. Februar, um 22.25 Uhr, die Erstausstrahlung „Wem gehört die Welt? Wachstum durch Teilen“.

Die Dokumentation fragt, was Gemeingüter heute in Zeiten globaler Kooperation und der Digitalisierung so attraktiv macht, und stellt eine neue Form der Nutzung von Gemeingütern vor: Wie man zum Beispiel Wissen im Netz oder Texte, Bilder, Töne als „Creative Commons“ vielen Menschen zugänglich machen kann.

Die Erstausstrahlung „Sand – die neue Umweltzeitbombe“ um 23.10 Uhr

erklärt, warum Sand nicht gleich Sand ist: Nur aus bestimmtem, sehr seltenen Sand lässt sich Beton und Glas herstellen. Ohne Sand kein zivilisiertes Leben. Es gibt längst einen – zum Teil illegal geführten – Kampf um Sand, ein zwar noch nicht so bekanntes, aber ein großes Problem. Gibt es ähnlich wie beim Wasser ein allgemeines Recht auf Sand?
Im Zusammenhang mit den Gemeingütern betrachtet die Dokumentation

„Mein Auto, kein Auto!“ Donnerstag, 20. Februar 2014, 20.15 Uhr

des Deutschen liebstes Kind: das Auto.
Immer mehr Menschen wollen ihr Fahrzeug gar nicht mehr selbst besitzen, sondern es reicht ihnen, ein gemeinsames Auto zu nutzen. Die Dokumentation zeigt, wie verschiedene Carsharing-Modelle das Teilen möglichst sinnvoll organisieren.
Abschließend diskutiert Gert Scobel in seiner

Gesprächssendung „scobel – Gemeingüter“ ab 21.00 Uhr

mit seinen Gästen über Gemeingut, Gemeinwohl und Gemeinsinn im 21. Jahrhundert. In Anlehnung an die Theorien der US-Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom diskutiert Gert Scobel eine politische Denkungsart, die bereits seit den 1980er Jahren versucht, dem vorherrschenden Wirtschaftsliberalismus eine Theorie entgegenzusetzen, bei der nicht der Einzelne und die Gültigkeit des freien Marktes oberstes Prinzip der Gesellschaft sind, sondern das Gemeinwohl.
Originaltext
Advertisements

Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
Dieser Beitrag wurde unter Allmende, Éthnos, Bewußtsein, Kultur-Leben, Menschenwürde, Rechts-Leben, Soziales Leben, Transformation, Wirtschafts-Leben, Zum Aufwachen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s