Die „Schattenwelt“

von René Cassien
Mir fällt es oft nicht leicht Beiträge wie Das internationale Bankenkartell oder auch andere Berichte über die sog. „Schattenwelt“ zu veröffentlichen.
Es ist nun eine Tatsache – Teil der Realität -, dass die Welt, die Menschheit, beherrscht wird von 13 Familien-Dynastien mit ihren Banken-Netzwerken, ihren Industrie-Komplexen und ihren systemkonformen Vasallen (u.a. Politiker, Behörden, Medien) und Opportunisten.
Dieses herrschende System wird von Kennern der Materie „Schattenwelt“ genannt. Die „Schattenwelt“ ignoriert völlig die wahren Bedürfnisse des Menschen und dessen Menschenwürde, da sie sich nur der Gier und ihrem Eigeninteresse verpflichtet fühlt und für sie der Mensch nur Mittel zum Zweck ist.
„Der Mensch ist immer nur Zweck an sich
und darf nie Mittel zum Zweck sein.“
(Immanuel Kant)
Das Wort „Schatten-Welt“ finde ich auch deshalb gut gewählt, da dieses System im „Schatten“ fungiert, im Bedeckten, im Dunklen, in dem nicht von der Sonne beschienenen Teil der Welt.
Dies erinnert mich an eine Analogie vom Sonnen-Aufgang, die mir ein weiser Gelehrter erzählte. Mit Sonnen-Aufgang meinte er den zunehmenden Werte- und Zeiten-Wandel – Paradigmenwechsel – dem das Weltengefüge und die Menschheit in dieser Epoche ausgesetzt sind.
Er sagte:
Wenn die Sonne aufgeht, bilden sich hinter Hindernissen (Mauern, Gegenstände, etc.) lange graue Schatten.
Steigt die Sonne höher, werden diese Schatten kürzer aber dunkler.
Steht die Sonne kurz vor ihrem Zenit, sind die Schatten (dann auch Schlagschatten genannt) sehr kurz, aber kohlrabenschwarz, und kämpfen um ihr Überleben.
Nun, die „Schattenwelt“ besteht momentan nur noch aus kohlrabenschwarzen Schlagschatten und kämpft auch um ihr Überleben.
Doch zurück zu meinem Problem, „Nach“richten von und über die „Schattenwelt“ zu veröffentlichen.
Wie oft habe ich schon darüber nachgedacht nur positive Meldungen oder nur über Nachrichten aus der „Sonnenwelt“ zu berichten, doch ich habe mich nicht für das „entweder-oder“ sondern für das „sowohl-als-auch“ entschieden.
Meine Gründe für diese Entscheidung sind folgende:
  1. Meldungen und Nachrichten, Informationen im allgemeinen sind „neutral“. Erst der Empfänger, der Leser gibt der Information eine Bedeutung, er be-wert-et und be-ur-teilt. Seine individuelle Bewertung oder Beurteilung ist subjektiv und abhängig von seiner Bewusstheit, seiner Sozialisierung, seiner Erfahrung (und der hoffentlich daraus gewonnenen Erkenntnisse) und der Fähigkeit seinen Blickwinkel zu verändern. Apropos Blickwinkel: Stellen Sie sich einen flachen See bei schönem Wetter vor, mit einer glatten Wasseroberfläche. Bei einem bestimmten Blickwinkel sehen Sie die Sonne, die Wolken, Bäume am Seeufer und sogar Schiffe, die sich auf dem See befinden, an der Wasseroberfläche spiegeln. Sie sehen ein Spiegelbild – eine Illusion. Wenn Sie jedoch ihren Blickwinkel verändern – in diesem Fall etwas steiler einstellen – sehen sie den Schlamm, die Pflanzen, die Steine, evtl. sogar Muscheln auf dem Seegrund. Sie haben ihren Blickwinkel verändert, sind der „Sache auf den Grund gegangen“ und haben sich von der Illusion befreit. Nun, es soll Menschen geben, die sehen nur das Spiegelbild, die Illusion und andere sehen nur das Wasser und den Seegrund, und beide fühlen sich wohl dabei. Ich bemühe mich jeweils beides zu erkennen, denn auch hier gilt nicht „entweder-oder“ sondern das „sowohl-als-auch“.
  2. Wenn wir etwas mit unseren Sinnen aufnehmen (sehen/lesen, hören, riechen, tasten, schmecken) das nicht unseren Vor-Stellungen, Erwartungen, Wünschen oder unseren Bedürfnissen entspricht, nennen wir es kurz etwas Unerwünschtes, und wenn wir uns nicht damit identifizieren, dann ist das Unerwünschte der Gegensatz zu dem von uns Erwünschten. Es wird zum und dient als Kontrast. Dieser Kontrast (Dualität) bewirkt intuitiv, unbemerkt von unserem Verstand, eine Wirk-Energie, eine Euphorie, ein Sehnen nach dem Erwünschten. Wir werden angehalten (angetrieben) etwas im Sinne des Erwünschten zu verändern, zu verwandeln, zu transformieren. Wir werden kreativ, wir wollen etwas anderes erschaffen, wir werden Schöpfer. Wenn ich meine Sinnes-Eindrücke neutral und ohne Emotionen zu entwickeln wahr-nehme (der Wahrheit entsprechend ?!), dann bin ich erst in der Lage, die Eindrücke zu prüfen und dann zu entscheiden, ob dies meiner erwünschten Realität entspricht oder nicht, ob sie meinem Wohl-Stand (es steht wohl um mich) dienlich sind oder nicht, und dies zu ändern, wenn es mir nicht dienlich ist.
  3. Würde ich nur positive Meldungen oder nur über Nachrichten aus der „Sonnenwelt“ und keine „Nach“richten von und über die „Schattenwelt“ veröffentlichen, käme es mir einem bewussten Wegschauen gleich und ich hätte das Gefühl, als ob ich mein Einverständnis für die von anderen geschaffenen Welten und die unerwünschte „Schattenwelt“ gäbe. Ich denke, je mehr wir die Realität unserer Welt begreifen, welchen Illusionen wir unterlegen sind, wie wir uns von der „Schattenwelt“ versklaven ließen und lassen, umso mehr können wir unser Bewusstsein verändern und erweitern, unseren Blickwinkel verändern und unsere Vorstellungswelt vergrößern.
Beobachten sie sich selbst, wenn Sie Berichte über die „Schattenwelt“ lesen! Überkommt Sie Traurigkeit oder Wut? Wollen sie kämpfen gegen die Macher und Machenschaften der „Schattenwelt“?
Dann haben sie die neutrale Ebene verlassen und sind Ihren Emotionen erlegen. Außerdem:
Sie haben keine Chance!
Wenn wir jedoch unsere Ohn-Macht – ohne Macht sein im Äußeren – ohne Macht gegen die „Schattenwelt“ – emotionsfrei erkennen, anerkennen und annehmen, dann fließt die Wirk-Energie, es entflammt eine Euphorie, das Sehnen nach der „Sonnenwelt“. (Interessanterweise sprechen manche Psychologen bei der äußeren Macht auch von der „Schatten“-Macht)
Erst dann erkennen und anerkennen wir, welche Macht tatsächlich in unserem Inneren wohnt. Dann können wir diese innere Macht nutzen und unseren Fokus – mit all´ unserer Macht – auf Erwünschtes richten und wirklich bewusst NEUE WELTEN SCHAFFEN.
Wenn wir uns unserer inneren Macht bewusst sind, dann gibt es auch kein bewusstes Wegschauen und implizites Einverständnis für die unerwünschte „Schattenwelt“.
Dann gelten die Aussagen und Verhaltensweisen von Mahatma Gandhi über Martin Luther King bis Nelson Mandela, was Stéphane Hessel wie folgt formuliert hat:
Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.“
Hessel und die anderen oben Genannten riefen eindringlich auf zum friedlichen Widerstand gegen die „Schattenwelt“ und zu Mut und Geduld.
Mut – zu friedlichem Widerstand und zivilem Ungehorsam.
Geduld – da die Transformation der Gesellschaft ein Prozess ist, der nicht von heute auf morgen stattfindet, aber dennoch unaufhörlich voranschreitet.
Das Wichtigste für die Menschheit – Hessel nannte es die mutigste Entscheidung einer Gesellschaft, ist jedoch die Beantwortung der Frage und die Entscheidung:
Was bedeutet Mensch-Sein ?“
Und die mutigste Entscheidung für jeden einzelnen Menschen:
Wer bin ich ?“
Dies sind die Kern-Fragen und -Entscheidungen der jetzigen (r)evolutionären Transformations-Bewegung der Menschheit.
Ohne Antworten auf diese Fragen und ohne Entscheidungen wird es schwierig, unsere innere Macht auf Erwünschtes zu fokussieren und wirklich bewusst NEUE WELTEN zu SCHAFFEN, der Schöpfer unserer eigenen Welt zu sein.
Jeder kann etwas für eine Veränderung zum Positiven unserer aktuellen Weltlage beitragen.
Ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben zu führen sowie die Befähigung anderen helfen zu können setzt jedoch voraus, dass man zunächst für sich selbst Verantwortung übernimmt in jederlei Hinsicht, mental, emotional, physisch und spirituell. Selbst Verantwortung zu übernehmen, anstatt nur die Schuld bei anderen zu suchen, ist das Schlüsselelement bei der individuellen und kollektiven Selbstermächtigung.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Jede kleine Aktion des täglichen Lebens, jede Begegnung, jede Unterhaltung, jedes Produkt, das man kauft, jede Dienstleistung, die man in Anspruch nimmt und jeder Cent, den man in etwas investiert, ist ein persönliches Statement und beeinflusst die Weltlage.
Daher ist es wichtig, bewusste Entscheidungen zu treffen:
  • Alles beginnt im Geist, Veränderungen beginnen bei einem selbst. Ist man achtsam in Bezug auf die eigenen Gedanken und Emotionen?
  • Was ist die eigene Motivation bei der Interaktion mit anderen? Versucht man, anderen etwas aufzuzwingen oder will man anderen auf die für sie persönlich am besten geeignete Art und Weise helfen, ein erfülltes Leben zu führen? Will man selbst immer noch etwas lernen, hört man anderen zu?
  • Selbstständiges Recherchieren von Hintergrundinformationen und die Betrachtung einer Angelegenheit aus möglichst vielen Blickwinkeln ermöglicht es einem, zu einem in größerem Maße fundierten Urteil über etwas zu gelangen.
  • Welchen Einfluss hatte die Herstellung eines möglichen Kaufobjekts auf andere Menschen, die Tiere und die Umwelt? Dazu zählen auch nicht-materielle Kaufobjekte und Investitionsmöglichkeiten.
  • Auch die Frage, ob man Geld auf einem Girokonto lagern will, oder vielleicht in Edelmetallen, in bar oder ob man es in etwas Konstruktives investiert.
  • Arbeitet man immer noch mit Banken, Geldinstituten und Versicherungen (= Misstrauen in das Leben) der „Schattenwelt“ zusammen oder schon mit alternativen Instituten (Ethisches Investment)?
  • Welches Geldsystem benutzt man? Zahlt man immer noch mit dem Geld der „Schattenwelt“ oder schon mit alternativen Zahlungsmitteln, z.b. Minuto Minuto-ZeitGutscheine – Ein Zahlungsmittel mit Herz? (siehe auch: Lasst uns das Geld abschaffen! )
  • Ist man schon Mitglied in einer Tausch-, Teile- oder Schenk-Gemeinschaft?
  • Welche Lebensmittel esse ich? Welche Zusatzstoffe sind in den Lebensmitteln? Gibt es Alternativen zu diesen Lebensmitteln in Supermärkten oder bei lokalen Anbietern? Was kann man in der Natur finden, was bei Tauschringen? Ein paar Pflanzen auf dem Balkon zu ziehen ist nicht schwierig und in Zeiten, in denen die UN durch den Codex Alimentarius zusammen mit Monsanto ein Monopol auf die Kontrolle von Lebensmitteln haben will, besonders wichtig.
  • Wieviel Zeit will man vor dem Fernseher verbringen, der nachweislich die Hirnströme beeinflusst und einen in einen Zustand versetzt, in dem man sehr empfänglich für Suggestionen ist?
  • Was wissen die Menschen im persönlichen Umfeld über diese Dinge? Besteht ein Interesse und falls nicht, wo findet man Gleichgesinnte?
  • Anstatt Informationen nur zu konsumieren kann man auch selbst Artikel und Kommentare verfassen, über eine Website, einen Blog, Videos auf YouTube oder auf ähnlichen Wegen teilen, man kann Flyer, Sticker und Poster designen und mit Inhalt füllen, um andere aufzubauen und zu informieren, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Zusätzlich zu diesen individuellen Entscheidungen sollte man es sich zur Aufgabe machen, in Würde und die Menschenrechte fördernd, neue Wege zu gehen und Lösungen zu finden zu einer Vielfalt von brennenden Zukunftsthemen. Hierzu gehören insbesondere die Themenbereiche:
  • Aufwachsen und Bildung – Die Gestaltung einer glücklicheren Zukunft des Aufwachsens und Lernens für unsere Kinder in gemeinsamer Verantwortung mit den Kindern – über bisheriges Systemdenken hinaus.
  • Arbeit und Ausbildung – Die Förderung einer würdigen Arbeit für alle Menschen, die den Begabungen des Einzelnen wirklich gerecht wird.
  • Gesundheit und Leben – Die Verankerung von Wegen der Heilung und des Heilwissens in freiem Zusammenwirken von konventioneller Medizin und Naturheilkunde.
  • Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Energie und Ökologie – Die Sorge für einen menschenwürdigeren Umgang mit der Erde und der Natur, und für den Schutz der natürlichen Ressourcen Wald, Quellen, Gewässer und Meere.
  • Politik, Recht und Gesellschaft – Unterstützung von Alternativen eines würdigen politischen Handelns im Sinne von „Polis – Politeia“ – orientiert am Bestmöglichen zum Wohle des Ganzen in einer echten Demokratie, Lösung politischer Aufgaben orientiert an den Bedürfnissen der Menschen und in Zusammenarbeit mit ihnen, Sicherung des Grund- und Menschenrechtes, nach Recht und Würde leben zu können, so auch behandelt zu werden und andere zu behandeln.
  • Kunst und Sprache, Philosophie und Weltwissen – Erforschung der Prinzipien, Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten der Menschenwürde in ihrer echten Vollständigkeit und Entfaltung, Förderung deren Durchsetzung und Anwendung der Menschenwürde in allen Bereichen des menschlichen Daseins, Belebung der Sprache und Künste – Wortkunst und würdiges Sprachvermögen.
  • Weltweiter Frieden, interkultureller Austausch und Grenzen überschreitende und völkerverbindende Zusammenarbeit.
Niemand verfügt über vorgefertigte Konzepte. Einzeln und gemeinsam sollte geforscht, entwickelt und umgesetzt werden, –pilotierend, vielfältig, den unterschiedlichen Rahmenbedingungen angepasst, im Kleinen und im Großen.
Nichts ist zu kompliziert, um es verstehen zu können. Keine Unterfangen ist zu schwierig. Alles beginnt mit einem ersten Schritt und der Absicht, einen Weg zu gehen.
Wer beharrlich ist, kann alles erreichen.
„In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.
Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst, fang es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
„Der Schlüssel zum Wandel liegt darin all seine Energie zu fokussieren,
nicht darauf das Alte zu bekämpfen, sondern darauf Neues zu erschaffen.“
(Sokrates)
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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3 Antworten zu Die „Schattenwelt“

  1. Pingback: Das internationale Bankenkartell | Akademie Integra

  2. new line schreibt:

    13 Familien-Dynastien

    Rockefeller, Rothschild…. und weiter?

  3. Pingback: Die Schattenwelt | Der Mensch - das faszinierende Wesen

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