Das dauerhafte Vermächtnis von Ghandi und Mandela

von René Cassien
0,,15409856_4,00Am 2. Oktober 2013, zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit, wurde der Geburtstag von Mahatma Gandhi und sein dauerhaftes Vermächtnis der Gewaltfreiheit gefeiert.
Gandhi zeigte die Stärke, sich friedlich gegen Unterdrückung, Unrecht und Hass zu widersetzen. Sein Beispiel hat viele andere Menschen, die in die Geschichte eingingen, inspiriert, u.a. Nelson Mandela.
Ihre Botschaft an uns ist, sich für menschliche Würde einzusetzen, Intoleranz keinen Platz zu geben und für eine Welt einzutreten, in der Menschen aller Kulturen und Religionen auf der Grundlage von Respekt und Gleichheit zusammenleben.
Gewaltfreiheit bedeutet weder träge noch passiv zu sein. Es braucht Mut, um sich gegen diejenigen zu erheben, die ihren Willen oder Glauben durchsetzen wollen. Es bedarf Entschlossenheit, gegen Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Gewalt aufzustehen und Respekt für Vielfalt und grundlegende Menschenrechte einzufordern. Es bedarf auch Mut, Konflikte hinter sich zu lassen und Friedensverhandlungen zu beginnen. Gewaltfreiheit braucht Führung – über Nationen und Gemeinschaften hinweg. Sie muss von Menschen getragen werden, die Frieden, Freiheit und Fairness fordern.
Ramesh Sharma von der Gandhi Peace Foundation meint:
Genau wie Mahatma Gandhi ist Mandela ein Politiker von Weltrang, eine Symbolfigur, die mit ihrem kompromisslosen Kampf eine ganze Nation prägte. Mandela, so Ramesh, ist einer von Gandhis Erben:
„Es ist wirklich beispielhaft, wie konstruktiv Mandela seine Wut einsetzte. Er ist den Weg der Gewaltfreiheit gegangen. Dadurch hat nicht nur der Kampf Südafrikas gegen die Apartheid an Kraft gewonnen, sondern jedes Individuum hat die Macht des gewaltfreien Widerstandes begriffen.“
Das Leben Mandelas zeigt große Parallelen zu Gandhi, der selbst einige Jahre seines Lebens in Südafrika verbrachte.
Wie Gandhi studierte auch Nelson Mandela Jura, gründete 1953 eine Anwaltskanzlei und arbeitete einige Jahre als Rechtsanwalt. Auch er erfuhr Rassentrennung und Diskriminierung am eigenen Leib. Wie Gandhi wurde Mandela für seine politischen Aktivitäten ins Gefängnis gesteckt.
Seit 1943 war Mandela im ANC aktiv und gehörte zunächst zu dessen bewaffneten und gewaltbereiten Flügel. Für Mandela war es ein längerer Prozess, den Prinzipien Gandhis zu folgen und den Weg der Gewaltlosigkeit zu gehen.
„Er ist in vielerlei Hinsicht mein Vorbild“, sagte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela oft über den indischen Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi.
Tatsächlich gibt es verblüffende Gemeinsamkeiten.
Mit Hilfe von Gandhis Lehre sei die Apartheid besiegt worden, meint Mandela:
„Gandhis Ideen haben für Südafrikas Transformation eine große Rolle gespielt. Doch obwohl die Welt inzwischen sehr viel gelernt hat, sind Frieden und Gewaltfreiheit nicht automatisch garantiert.“
2004 sagte Mandela in einer Rede, dass es nur dann Frieden geben könne, wenn jeder einzelne wohlhabend sei, egal wo er lebe, egal welcher gesellschaftlichen Schicht er angehöre. Genau wie Mahatma Gandhi, der Kasten- und Religionsgrenzen überwinden wollte, kämpfte auch Nelson Mandela für die Überwindung der Armut.
In Bezug auf Rassismus erklärte Mandela:
„Die Menschen sind in Wirklichkeit Seelen und Seelen haben die Macht zu denken. Der Körper ist nur ein Gefäß für die Seele und nicht die Realität des menschlichen Seins. Dies ist der Grund, warum Diskriminierung aufgrund von Rasse keinen Einfluss oder Bedeutung in Bezug auf die Seele hat. Gott schafft Seelen und schickt viele von ihnen auf die Erde. Farbige sind als Menschen geboren, und sie können von ihrer Hautfarbe her weiß oder gelb oder schwarz sein. Allerdings sind wir alle in den Augen Gottes gleich geboren. Das ist das Band, das uns alle verbindet. Das ist der Beweis. Das ist die Wahrheit. Die Seele hat keine Farbe, sie ist transparent. Die Seele beinhaltet die Energie des Denkens und die aktive Energie der Schöpfung. Diese Akzeptanz ist der eigentliche Punkt der Religion. Das ist der eigentliche Punkt der Gleichheit und Freiheit.“
Der Dalai Lama sagte zum Tode von Nelson Mandela:
„Er trauere um den Verlust eines großen Mannes, aber er forderte die Welt auf, seinen Geist weiter zu tragen.“
Mich hat der Tod von Mandela sehr bewegt und auch mein Leben wurde durch Ghandi und Mandela, sowohl durch ihre Lehren und Weisheit als auch in der Erfahrung des Verlustes (u.a. Frau, Vermögen, Heimat) und des wiederholten Aufstehens, stark geprägt. Ich empfinde es, wie der Dalai Lama, als dringend not-wendend den Geist Ghandis und Mandelas weiter zu tragen.
Daher, in diesen bewegenden Tagen, die Häufung der vergangenen AI-Beiträge (hier und hier) und des neuen Beitrages Mahatma Gandhi und Nelson Mandela – Zwei Lehrer der Befreiung und des Rechts der Armen“.
Mit Blick auf eine nachhaltige Zukunft müssen wir darauf achten, dem Planeten und den Menschen nicht zu schaden. Ich möchte alle Menschen auffordern, sich vom Mut Mahatma Ghandis und Nelson Mandelas inspirieren zu lassen. Gehen Sie gegen Teilung und Hass vor. Stehen Sie für das auf, was gerecht und richtig ist. Arbeiten Sie mit anderen an einer Welt, der Gerechtigkeit, des Friedens und des Wohlstands für alle.
Nelson Mandela – Eine Jahrhundertlegende
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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