Wider die Globalisierung der Gleichgültigkeit

cropped-Logo_GUM_960x150_header_neuaus „brennstoff“ 
Eine besonders perfide Form der Unmenschlichkeit ist die Gleichgültigkeit. Wegzuschauen ist so einfach. Unsere Gleichgültigkeit entzieht anderen Menschen das, was uns eigentlich ausmachen sollte: Humanität. Wir dürfen nicht vergessen: Jedes Jahr kommen zwischen eintausend und zweitausend Menschen beim Versuch, nach Europa zu gelangen, ums Leben. Die EU investiert enorme Mittel in den Ausbau des Grenzschutzes und in Grenzkontrollen und riskiert damit, dass Flüchtlinge immer höhere Risiken auf sich nehmen müssen, um in Europa Schutz zu finden. Es muss uns klar sein: Gleichgültigkeit ist der Freund des Feindes, der politisch Anders denkende verfolgt, der das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung unterdrückt, der das Menschenrecht auf ungehinderte Religionsausübung auslöscht.
Gleichgültigkeit ist immer der Freund des Feindes. Es ist immer der Aggressor, der von unserer Gleichgültigkeit profitiert, und niemals die Opfer, deren Leid wir vergrößern, wenn wir sie ignorieren.
Michael Kerbler, Redakteur und Journalist, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Alpine Peace Crossing, Mitinitiator der Plattform gegen-unmenschlichkeit.at
Am Treffendsten ist wohl der albanische Dichter Fatos Arapi, der mit seinen Versen alles sagt: Sultan Murad steht vor dem gebundenen Sklaven. Vom Pferd herab mustert er ihn mit den Augen: gealtert, Wunden, Ketten … »Skipetar«, fragt er, »warum kämpfst du, wenn du auch anders leben könntest?« «Weil, Großmächtiger Sultan«, erwidert der Sklave, »jeder Mensch in der Brust ein Stück Himmel hat, und darin fliegt eine Schwalbe.«
Lojze Wieser Verleger, http://www.wieser-verlag.com
Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen. Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge.
Ernst Ferstl
Wir Österreicher, wir sind Flüchtlinge. Wir flüchten vor unserem Mitgefühl, wir flüchten vor unserer Anständigkeit, wir flüchten vor unserer Zivilcourage.
Wir Österreicher, wir sind Flüchtlinge. Wir flüchten vor den Menschen, die in Not geraten sind und Hilfe suchen. Menschen, die gestrandet sind, Menschen, die man Flüchtlinge nennt. Vor ihnen flüchten wir.
Wir Österreicher, wir sind auf der Flucht. Wir flüchten vor der eigenen Menschlichkeit.
Ulrich Seidl, Filmautor, Regisseur, Produzent
Wenn geschriebenes Recht es verbietet, Ertrinkende zu retten, wenn Gesetze es unter Strafe stellen, Schutz suchenden Schutz zu gewähren – dann darf solches Recht nicht Recht bleiben. Es geht nicht nur um eine europäische Verordnung. Sondern darum, ob wir das Recht behalten, uns selber Mensch zu nennen.
Georg Bürstmayr, Rechtsanwalt und Träger des Dr. Bruno Kreisky-Preises für Verdienste um die Menschenrechte
Ein Grund zur Hoffnung liegt für mich in der Stärke des menschlichen Geistes, Träume verwirklichen und Ziele erreichen zu können.
Behandeln wir alle Lebewesen, alle Menschen, mit gebührendem Respekt. Jeder Einzelne kann etwas verändern! Wir können jeden Tag aufs Neue entscheiden, welchen Einfluss wir auf diese Welt ausüben möchten.
Jane Goodall
Wie unser Staat mit Menschen umgeht, die bei uns Schutz suchen und temporär auch Hilfe brauchen: Das ist nicht nur eine Frage der Menschenrechte, sondern auch ein Gebot des Anstands mit nicht zu unterschätzender Vorbildwirkung für das Staatsvolk. Auf keinen Fall ist es ein Feld für demagogische oder wahltaktische Spielchen.
Willi Resetarits
Vor 50 Jahren war das Brutto-Inlandsprodukt Österreichs kaum ein Drittel des heutigen, aber Bettler gab es kaum, Menschen in Not und damit auch Flüchtlinge wurden anständig(er) behandelt als heute. Sind wir nun reicher geworden oder ärmer?
Stephan Schulmeister, Ökonom
Allen Geschlechtern gehört die Erde, jeder hat Anspruch auf alles.
Hubert Scheibl
Es ist für mich unerträglich, dass Menschen, die bei uns Schutz gesucht haben, wie Müll entsorgt, in ländliche Einöden gekippt, uns buchstäblich aus den Augen geschafft werden, dass es dem Zufall unterliegt, was aus ihnen wird. Manche erfahren Unterstützung von Freunden, Nachbarn, Organisationen, andere wieder nicht, das ist reine Willkür.
Sie werden wie Gegenstände behandelt. Flüchtlinge sind unserer Obsorge anvertraut, aber Sorgen macht sich hier kaum einer um sie. Vielleicht ist das ein Grund, sich langsam um uns selbst Sorgen zu machen?
Elfriede Jelinek, Schriftstellerin
Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie die Plattform

gegen-unmenschlichkeit.at

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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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