“Euro-Rettungsschirm” = Umverteilungsschirm

„Freihandelsabkommen EU-USA“ = Unterjochungsabkommen USA/EU

von Prof. Wolfgang Berger aus „BUSINESS REFRAMING“
Hat ein Propagandaministerium diese Begriffe (links) geprägt? Ein Schirm bietet uns Schutz und Sicherheit und danach sehnen wir uns. Freihandel garantiert uns die Freiheit, auch Apple-Produkte zu kaufen und in der Gegenrichtung deutsche Nobelautos zu verkaufen. Das ist doch selbstverständlich. Und wenn das Abkommen dazu Arbeitsplätze schafft und Import-/Exporthürden abbaut ist es gut für alle – sagt die Propaganda.
Ist Griechenland vom Euro-Rettungsschirm gerettet worden? Das hat die deutsche Regierung verhindert. Eine Rettung wäre mit einem Schuldenschnitt verbunden gewesen, wie er beim Konkurs von Unternehmen und Privatpersonen üblich ist. Argentinien hat mit einem solchen Schuldenschnitt gute Erfahrungen.
In Europa ist nicht Griechenland gerettet worden. Banken, die sich bei der EZB mit Niedrigzinsen finanziert und damit hochverzinsliche griechische Staatanleihen gekauft haben, sind gerettet worden – zu Lasten aller Steuerzahler (und das sind über die Mehrwertsteuer auch deutsche Harzt 4-Empfänger). Die Bezeichnung Euro-Rettungsschirm ist Etikettenschwindel.
Freihandel bedingt auch Investitionsschutz, wie er für die Energie bereits existiert. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat die Stadt Hamburg verklagt, weil deren Umweltbestimmungen Vattenfalls Kosten erhöht hätten. Hamburg musste seine neuen Umweltbestimmungen wieder abschaffen. Angespornt durch diesen Erfolg klagt Vattenfall jetzt gegen den deutschen Atomausstieg und macht in der Folge des Ausstiegs vom Ausstieg 3,5 Milliarden Entschädigung geltend.
Philip Morris hat Uruguay bei der Weltbank verklagt, weil uruguayische Gesetze ein Investitionsschutzabkommen mit der Schweiz verletzen sollen, dem Firmensitz von Philip Morris International. Der Jahresumsatz von Philip Morris liegt um 50 Prozent über dem Bruttoinlandsprodukt von Uruguay. Wenn Uruguay diesen Prozess verliert, werden andere Länder in Panik geraten und nicht mehr wagen, Maßnahmen gegen das Rauchen zu ergreifen.
Ein Feihandelsabkommen könnte z. B. Gentechnikprodukte in europäischen Supermärkten erzwingen, weil ihr Verbot den freien Handel behindert. Es könnte die Privatisierung der Wasserversorgung erzwingen, weil zu einer freien Wirtschaft ein freier und von Kommunen unabhängiger Dienstleistungssektor gehört. Gemeindeverwaltungen könnten auf dem Rechtsweg gezwungen werden, „Fracking“ auf ihrem Gebiet zuzulassen, weil sonst der Wettbewerb behindert würde.
Weltweit werden jetzt schon Schadensersatzsummen in Höhe von mehreren Milliarden Euro vor Handelsgerichten und Verfassungsgerichten geltend gemacht, weil Investoren Enteignung durch Gesetze oder staatliche Eingriffe geltend machen. Der Schein der Finanzmärkte passt nicht zum Sein der Lebensbedingungen der Menschen.
„Woher soll die Lösung kommen, wenn die Regierungen korrupt und die Massen degeneriert und erschlafft sind?“
hat Friedrich Schiller gefragt. Seine Frage ist noch immer aktuell.
Originaltext
Advertisements

Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
Dieser Beitrag wurde unter Éthnos, Bewußtsein, Geld, Kultur-Leben, Menschenwürde, Rechts-Leben, Soziales Leben, Wirtschafts-Leben, Zum Aufwachen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s