Schläfst du noch – oder lebst Du schon ?

Das sehr bedeutsame Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu, die Kataklysmen häufen sich und die Zerfalls-Symptome unserer heutigen Gesellschaftssysteme werden immer offensichtlicher. Wir nähern uns unaufhaltsam dem, von vielen Weisen und Wissenschaftlern vorhergesagten, Bifurkationspunkt (Phasenübergang – häufig auch  „point of no return“ genannt) in der Entwicklung der Menschheit.
Der Bifurkationspunkt (Phasenübergang) ist die Schwelle, an der die Fluktuationen eines Systems bewirken, dass das System in ein neues dynamisches System “kippt”, das nicht mehr als Fortsetzung bisheriger Muster interpretierbar ist. Im Bifurkationspunkt ist ein System ein Spielball seiner Umwelt oder seiner systeminternen Mikrofluktuationen. Es „steht auf der Kippe“ und muss eine von mehreren möglichen Verhaltensweisen wählen.
Bei der Wahl der Verhaltensweisen gibt es zwei Möglichkeiten, den sog.
  • Kollision-Weg oder
  • Kumulations-Weg
Der Kollision-Weg führt in´s und durch das Chaos, verbunden mit vielen Widrigkeiten und viel Leid und Schmerz. Es ist der Weg, auf dem ich die Symptome, die Zeichen des Phasenüberganges nicht erkenne oder falsch interpretiere und meine Verhaltensweisen nicht dem Zeiten- und Werte-Wandel, dem Paradigmen-Wechsel und der neuen Phase anpasse. Kurz: Wenn ich den Zeitpunkt verschlafe und mich nicht ändern möchte.
Der Kumulations-Weg führt in das neue Zeitalter, in ein menschenwürdiges Leben. Voraussetzung für diesen Weg ist jedoch ein erwachtes und erweitertes Bewusstsein. Ich erkenne mich selbst und meine wesentliche Aufgabe in diesem Leben. Ich erkenne die Symptome als „Wegweiser“, als Hilfen, um meine Verhaltensweisen entsprechend zu ändern, zu transformieren. Kurz: Ich bin erwacht und gestalte mein Leben eigenständig und wesentlich.
Wie erwähnt, die Häufigkeit der Zerfalls-, ja teilweise bewussten Zerstörungs-Symptome des heutigen Gesellschafts-Systems nimmt rasant zu und die Vielfalt ist unbeschreiblich. Ich möchte heute nur zwei Symptome herausgreifen und benutze hierzu die folgenden zwei Meldungen der letzten Tage:

Schachtschneider: Zeit zum Widerstand

Prof. Albrecht Schachtschneider malt in einem Interview mit Michael Mross ein düsteres Szenario für die Zukunft des Euro und der Europäischen Union. Obwohl der Euro nicht funktioniert versucht die Politik, die Gemeinschaftswährung mit allen Mitteln durchzusetzen. Am Ende stehen laut Schachtschneider die bürokratische Diktatur aus Brüssel und die Aufhebung der grundgesetzlich garantierten freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Um diesen Prozeß aufzuhalten muss nun vom grundgesetzlich garantierten Recht auf Widerstand Gebrauch gemacht werden – allerdings mit friedlichen Mitteln. …
Die Politik hat sich laut Schachtschneider schon längst vom Bürgerwillen entkoppelt. Der faktische Souverän sind die Finanzmächte, vor denen sich Finanzminister Schäuble verbeugt. Im Bundestag herrscht eine Art Blockpartei, welche einzig dazu dient, die Vorgaben des globalen Bankenapparats zu erfüllen. Dieser will ohne Rücksicht auf Verluste am Euro festhalten und über die Köpfe der Europäer hinweg einen europischen Groß-Staat etablieren, welcher zwangsläufig scheitern wird. Die Ablösung der Politiker ist deshalb laut Schachtschneider unverzichtbar, wenn man diese Entwicklung aufhalten will.
Schachtschneider beklagt in diesem Zusammenhang das mangelnde Interesse der breiten Bevölkerung an der Entwicklung,
Erst wenn sich die Krise richtig zuspitzt und die Leute nichts mehr zu Essen haben, gibts die Revolution – aber dann ist es zu spät. Die Entwicklungen die dann eintreten, könnte man nicht mehr richtig kontrollieren so dass man für die Zukunft Schlimmstes befürchten müsse.
Merkel und Schäuble vertreten schon längst nicht mehr das, was die Mehrheit der Bevölkerung wirklich will und führen das Land ins Verderben. …
Schachtschneider: „Gegen jeden , der in Deutschland versucht, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beseitigen hat man das Recht zum Widerstand und sogar die sittliche Pflicht, dies zu tun. Die Form des Widerstands darf jedoch nicht durch Verletzung der Gesetze umgesetzt werden, sondern unter Einsatz aller Rechtsmittel“. Schachtschneider plädiert in diesem Zusammenhang für den „Ghandi“-Weg, also den Einsatz friedlicher Mittel.
Volltext aus MMnews
Michael Mross traf Prof. Albrecht Schachtschneider am 24.11.2012 in Berlin:

Strompreis-Wahnsinn: Sogar die Behörden raten zum Anbieter-Wechsel

Aus „Focus“
Immer neue Preiserhöhungen der Stromversorger machen die Verbraucher wütend. Trotzdem scheuen sich die meisten immer noch, ihren teuren Anbietern den Rücken zu kehren. Dass nun selbst die Aufsichtsbehörden aktiv zum Wechsel raten, gibt allerdings zu denken.
Leserkommentar:

Freie Energie JETZT!

Die Wahrheit muss endlich auf den Tisch, dass uns in der Tat die freie Energie in Hülle und Fülle zur Verfügung steht und umgehend ALLE unsere Energieprobleme gelöst wären, deren Nutzung jedoch seit Jahrzehnten von der bisher mächtigen (aber im Verborgenen agierenden) Elite weltweit zusammen mit ihren Politikervasallen und den hörigen Massenmedien verheimlicht und verhindert wurde. Tausende Patente wurden blockiert, Forscher behindert, eingeschränkt und sogar ermordet. Die Nutzung der freien Energie (aus dem Kosmos) ist unser Grundrecht und ist technisch bereits längstens gelöst und funktioniert. Es sind also die Wenigen, die mit Energie weltweit Billionen verdienen, die uns in der Abhängigkeit halten wollen. Doch das wird bald vorbei sein! Daher freie Energie für freie Menschen JETZT!
Widerstand und schweigende Mehrheit
Widerstand ist gut und NOT-wendend im Sinne von Schachtschneider, aber es ist nur ein Element um den Umbruch, die Transformation der Gesellschaft zu verwirklichen. Der Widerstand dient für die Information, Aufklärung, Ermahnung und das Aufrütteln der sog. schweigenden Mehrheit und dem Heer der Gutmenschen.
Aber die wirkliche Transformation geschieht durch die TAT. Durch Menschen, Gruppen, Gemeinden, kurz durch soziale Gemeinschaften die bereits JETZT bewusst, frei und willig (freiwillig) ihr Leben autonom*, autark** und im Sinne des NEUEN ZEITALTERS gestalten.
* Als Autonomie bezeichnet man den Zustand der Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit. (Wikipedia)
** Autarke Systeme sind u. a. wirtschaftliche Einheiten (Volkswirtschaften, Wirtschaftsregionen, Haushalte), die sich ausschließlich mit eigenen wirtschaftlichen Gütern (Lebensmittel, Rohstoffe, Waren, Dienstleistungen, Produktionsfaktoren), Energie (Inselsystem) versorgen und von Importen unabhängig sind. (Wikipedia)
Werfen wir einen Blick auf die schweigende Mehrheit und das Heer der Gutmenschen.
Nach jüngsten Umfragen sind durchschnittlich ca. 70 % der Deutschen mit der Regierungs-Politik in Deutschland nicht zufrieden.
(Einige Umfrage-Ergebnisse im Einzelnen:
80 % wollen eine andere Wirtschaftsordnung, die Umweltschutz stärker betont und für mehr sozialen Ausgleich sorgt, 89 % finden die Einkommensunterschiede zu groß, 85 % sind für Rentenzuschlag nach 40 Jahren Einzahlung und unter 700 Euro, 76 % sind für einen Mindestlohn, 65 % sind gegen Betreuungsgeld, 82 % sind gegen Gentechnik, 70 % fühlen sich zu wenig und schlecht informiert, 82 % befürchten eine Ausweitung der Eurokrise.)
Gegen diese Umfrage-Ergebnisse steht der aktuelle ARD-Deutschlandtrend in dem Zweidrittel der Deutschen mit der Arbeit der Kanzlerin, die diese Politik verantwortlich prägt, zufrieden sind.
Wie passt das zusammen, einerseits die hohe Unzufriedenheit der Bevölkerung über die Politik der Kanzlerin Merkel und anderseits ihre hohe persönliche Anerkennung?
Dies ist  erst- und einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik.
Der Kumulationsweg
Doch viele kreative Menschen, Intellektuelle, Wissenschaftler aller Fakultäten u.a. (160) Wirtschaftswissenschaftler sehen das anders.
Sie haben erkannt und es wird immer offensichtlicher, dass sich, in diesen Tagen, Wochen und Monaten seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise, die Gesellschaft im Umbruch, in der Transformation befindet.
Doris Lessing, die 2007 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat, beschreibt in ihrem Roman „Die Memoiren einer Überlebenden“, nach einem Krisenereignis, den Verfall in der Gesellschaft und der öffentlichen Ordnung, sowie das Phänomen, sich in einer Art Scheinnormalität einzurichten. Aus diesem Roman stammen folgende Zeilen:
„Ja, es war außergewöhnlich. Ja, das Ganze war unmöglich. Aber ich hatte schließlich das Unmögliche akzeptiert. Lebte damit. Ich hatte aufgegeben, für meine innere Welt, mein reales Leben […] das Übliche zu erwarten. Im Hinblick auf die Öffentlichkeit, die Außenwelt, konnte von Normalität schon lange keine Rede mehr sein. […] Während um uns herum alles, jegliche Form öffentlicher Ordnung, zerbrach, lebten wir weiter, richteten wir uns ein, als sei nichts weiter geschehen.“
Noch hat die Finanzkrise die Deutschen wirtschaftlich kaum erreicht. Doch die Verfassungsorgane in Deutschland hat die Krise schon längst erfasst. Dass vor allem die Bundesregierung in Gestalt von Merkel und Schäuble und die Karlsruher Richter im offenen Widerstreit um den richtigen Weg aus der Krise ringen, ist in der Form einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik. In dieser Krise steht längst der Fortbestand des Grundgesetzes infrage. Die schier immer höheren Haftungssummen, für die Deutschland einstehen soll, entzieht sich immer weiter dem Einfluss der gewählten Volksvertretung, dem Bundestag.
In rasender und beängstigender Geschwindigkeit verschiebt sich der gesellschaftliche Standpunkt von Normalität. Was gestern noch unvorstellbar war, ist heute ein wahrscheinliches Geschehen. Was früher viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt hätte, nehmen sie heute mit einem gewissen Gleichmut zur Kenntnis. Man nennt dieses Phänomen KRISENNORMALITÄT. Man versucht dem schier Unfassbaren, Unbegreifbaren, Unvorstellbaren Normalität überzustülpen.
Lessing schreibt dazu:
„Man gewöhnt sich an alles. Das ist natürlich ein Gemeinplatz, aber vielleicht muß man einmal eine solche Zeit mitmachen, um die furchtbare Wahrheit dieses Spruches zu begreifen. Genau das war es, was jener Zeit ihren eigentümlichen Charakter gab; die Verbindung des Bizarren, Hektischen, Furchterregenden, Bedrohlichen […] mit dem Herkömmlichen, Normalen und sogar Annehmbaren.“
Viele Menschen bauen sich eine Art persönlichen Schutzmechanismus auf. Im Privatleben können sie nicht permanent dem Abgrund entgegenblicken. Das Leben dreht sich weiter. Sie gehen auf Parties, auf Hochzeiten, sie renovieren das Wohnzimmer und beschäftigen sich gerade nicht permanent mit der Eurokrise. Dabei greift sie inzwischen die Grundfesten unserer Demokratie an, ja unseres Zusammenlebens beruhend auf MENSCHENWÜRDE und den Werten der Aufklärung (Definition: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit).
Die Krise verlangt uns daher einiges ab. Das heute herrschende politische und ökonomische System und seine Einrichtungen lösen sich auf, im Vakuum und Chaos der Verhältnisse ist die Menschenwürde und das Vermächtnis der Aufklärung in Gefahr, von den äußeren Umständen beseitigt zu werden.
Dazu muss es nicht zwangsläufig kommen. Wenn die Gesellschaft sich dieser äußeren Umstände rechtzeitig gewahr wird und die Zukunft tatkräftig gestaltet im Bewusstsein all jener Errungenschaften, die die Freiheit des einzelnen garantieren, die Demokratie, Rechts- und Sozialstaat gewährleisten, dann wird der Umbruch konfliktfrei und die Transformation zu einer menschenwürdigen Gesellschaft friedvoll gelingen.
Es kommt also darauf an, sich nicht wehrlos den äußeren Umständen zu ergeben, sich in einer Scheinnormalität einzurichten, sondern seine Umwelt und die Vorgänge darin kritisch zu begleiten, für die Menschenwürde einzustehen und authentisch und kreativ in die Tat zu gehen.
In Lessings Roman „Die Memoiren einer Überlebenden“ müssen die Protagonisten am Ende durch eine Wohnzimmerwand von der zerrütteten in eine andere bessere Welt fliehen. Diese Wand ist imaginär. Wir müssen einerseits die systemkonforme Realität berücksichtigen, doch gleichzeitig mit den Werten der Aufklärung im Gepäck aktiv in die Zukunft schreiten.

Die Krisennormalität jedoch verblendet unsere Sicht für diesen Weg. (Kumulationsweg)

Schluss-Bemerkungen:
Bedenken Sie auf dem Kumulationsweg sind sie nicht allein. Millionen von Menschen sind bereits seit Langem auf diesem Weg (Schätzungen besagen einen dreistelligen Millionenwert). Ganze Länder haben diesen Weg eingeschlagen (hauptsächlich in Südamerika). Menschen grösserer Städte haben sich zusammengeschlossen und gehen diesen system-unabhängigen Weg. Denken Sie an die weltweite „Transition town Bewegung“, an die weltweite Bewegung der „Gemeinwohl-Ökonomie“ und „Solidarische Ökonomie“ (der sich auch Unternehmen, Unternehmer und Banken angeschlossen haben).
Bedenken sie die vielen Selbstversorger-Gemeinschaften, Solidargemeinschaften im Gesundheits- und Versicherungswesen, an die vielen Gemeinschaften und Netzwerke die ohne Geld oder mit eigengeschöpftem Geld leben (Das WAT-System hat z.Zt. ca. 1.3 Millionen Mitglieder). Denken Sie an die vielen autarken und autonomen Gemeinden und Gemeinschaften die sich durch die Austeritätspolitik der letzten 2 Jahre in Portugal, Spanien, Frankreich aber auch in Irland, England, Österreich, Schweiz und speziell in Griechenland gebildet haben.
Nebenbei: Als man Griechische Milliardäre und Multimillionäre befragte: „Warum sie ihr Land nicht unterstützen?“ gaben sie zur Antwort „Wir würden gerne, doch nicht mit den momentanen europäischen Politikern.“ Aber einige von ihnen unterstützen die autarken und autonomen Gemeinden.
Um alle Initiativen, Bewegungen und Netzwerke zu nennen würde hier der Platz nicht reichen. Sie finden viele in unseren Beiträgen und informieren Sie sich im Netz.
Fragen:
Haben Sie schon ihren Stromanbieter gewechselt? Wickeln Sie ihren Geldverkehr nur noch bei alternativen  und Genossenschafts-Banken ab? Haben sie schon ihr eigenes Geld geschöpft? Benutzen Sie immer noch Medikamente der systemkonformen Pharmaindustrie?
Auch diese Fragen könnte man unendlich fortsetzen. Doch zum Ende wünschen wir ihnen die richtige Wahl am Bifurkationspunkt.
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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2 Antworten zu Schläfst du noch – oder lebst Du schon ?

  1. Pingback: Nachlese: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono « Der Mensch – das faszinierende Wesen

  2. Barbie Deinhoff schreibt:

    Haben Sie nicht wesentliche Teile aus Ihrem Beitrag aus diesem Stück des Magazins Cicero entnommen? http://www.cicero.de/salon/gesellschaft-in-der-eurokrise-die-krise-wird-normal/51396

    Herzliche Grüße

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