Macht über das Geld

Die Reformen des Geld- und Bank-Wesens nehmen weltweit in erfreulichem Umfang zu. Dies nehmen wir zum Anlass einige Beiträge zu veröffentlichen. Als Gesamtbeitrag wäre es zu umfangreich geworden, daher haben wir es in folgende 5 Beiträge unterteilt.
Beitrag 1: Macht über das Geld
Beitrag 2: Bankenwesen – Geldschöpfung durch den Staat
Beitrag 3: Die innovative Bank of North Dakota
Beitrag 4: Wie WIR (Staaten) ihre eigene Wirtschaft finanzieren können
Beitrag 5: Modelle von Gemeinschafts-Banken
siehe auch: MINUTO

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Macht über das Geld

Das neoliberale (kapitalistische) Wirtschafts- und Sozialsystem, welches jetzt die ganze zivilisierte Welt absolut beherrscht, aber dem Untergange zueilt, steht in einem unversöhnlichen Widerspruch zu der gesamten ethischen Veranlagung der Menschheit. Ein dauerndes Nebeneinanderbestehen beider entgegengesetzten Systeme ist unmöglich.
Wo dieser Kapitalismus ohne Schranken herrscht, da wird schließlich alles zur verkäuflichen Ware:
Presse, Kunst, Wissenschaft, Natur, persönliche Ehre und Würde.
Die Wucherfreiheit führt zu wachsender Verschuldung weiter Volkskreise. Der selbständige Mittelstand wird vernichtet.
Die Interessen von Handel und Industrie, der Banken und Börsen sind maßgebend.
Auch der Staat wird den Erwerbszwecken der Besitzenden dienstbar.
Die Macht über das Geld, über unser Geld müssen wir uns wieder zurückholen und nicht einem privaten Konsortium und deren Machtgelüsten überlassen.
Geld darf nur ein ZAHLUNGSMITTEL sein und kein WIRTSCHAFTSWERT
Geld ermöglicht und leitet die Ströme der Wirtschaftswerte als praktischer Ausdruck getroffener Vereinbarungen.
Das herrschende Geldsystem ist von Menschen erdacht worden. Die globale Verbreitung und Anwendung, bis hin zur Ausbeutung von Mensch und Natur, ist Ausdruck unseres kollektiven Bewußtseins.
Durch unser Bewußtsein / Denken wurde dieses Geldsystem geformt.
Wir alle haben uns hypnotisieren lassen von einem Kollektiv-TRAUM, der sich ungefähr auf den Basissatz zurückführen lässt:
„Geld ist die Grundlage unserer Existenz.“
Eine kollektive Hypnose
Je mehr Realität wir dem Geld zugestehen, desto mehr Realität hat es für uns, und desto größere Macht haben die Gesetze der Geldwelt über uns.
Wenn wir unser Augenmerk auf Geld richten als Grundlage unserer Existenz, so machen wir den Vermittler zum Herrscher.
Geld, um es sehr radikal auszudrücken, existiert nicht. Wir aber haben ihm Realität und Macht verliehen. Es ist eine Art Gespenst, geschaffen aus theoretischen Vorstellungen, das wir zum Herrscher der Welt gemacht haben. Es ist aber nur ein Vermittler. Wir können ihn wieder auf seinen Platz zurückweisen.
Die Entwicklung und Benutzung eines neuen Zahlungsmittels bedarf daher:
Neues Denken, neue Sichtweise, neues Bewußtsein.
Wenn wir eine Veränderung herbeiführen wollen, die den Mittler Geld entmachtet, dann können wir zwei Dinge tun.
Zum einen:
diesen Mittler in unserem eigenen Denken / Bewußtsein entmachten, ihm die untergeordnete Rolle zuweisen, die ihm gebührt.
Zum anderen:
Indem wir geldlos miteinander wirtschaften und den Banken Macht entziehen.
Wir haben die Möglichkeit, das zu tun.
Zitate aus Gegenwart und Vergangenheit:
Prof. Dr. FRANZ HÖRMANN (Professor am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien) in einem Interview im Oktober 2010
„… Solange Eigentümer etwas produzieren, damit Konsumenten es gegen Geld kaufen, werden wir in absehbarer Zeit in einen Zustand geraten, wo die öffentliche Hand, die Gelderzeuger, die Konsumenten dafür bezahlen müssen, dass sie einkaufen gehen. Nur dann werden die Eigentümer noch ihre Gewinne erzielen können. Denn durch Arbeit in immer stärker rationalisierten und automatisierten Prozessen wird kein Mensch mehr sein Einkommen verdienen können.
… Da Geld sowieso eine gesellschaftliche Konstruktion ist, müssen wir uns nicht an der toten Materie orientieren, die in früheren Jahrtausenden die praktische Manifestation von Geld war. Geld selbst besitzt ja lediglich eine Informationsfunktion.
Ein Staat müsste sein Geld eigentlich selbst erzeugen, und zwar basisdemokratisch.“
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aus Akademie Integra (September 2010):
„Geld ist Papier, Metall bzw. Zahlen im Computer… also in sich fast völlig wertlos. Wenn man die Entscheidung trifft Geld als Zahlungsmittel zu benutzen, trifft man die Entscheidung, dass etwas völlig wertloses jetzt einen Wert zugeschrieben bekommt, als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel. Dann ist die Frage, wer davon profitieren soll. In unserem System sind es derzeit die Banken. Geld wird immer eine Luftnummer bleiben, aber der Staat, also WIR das Volk, könnte es selbst schöpfen und so im allgemeinen Interesse in Umlauf bringen, so dass alle davon profitieren. Die Banken bringen es derzeit im eigenen Interesse in Umlauf um Zinszahlungen zu generieren.“
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Benjamin Franklin erklärte den Direktoren der Englischen Zentralbank seine Vorstellung warum die Kolonien so florieren:
Im Original:
„That is simple. In the Colonies we issue our own money. It is called Colonial Scrip. We issue it in proper proportion to the demands of trade and industry to make the products pass easily from the producers to the consumers. In this manner, creating for ourselves our own paper money, we control its purchasing power, and we have no interest to pay to no one.“
Übersetzung:
„Das ist einfach. In den Kolonien drucken wir unser eigenes Geld. Es heißt Colonial Scrip. Wir drucken es in angemessenen Proportionen zu den Anforderungen von Handel und Industrie, um Produkte einfach von Produzent zu Konsument übergehen zu lassen. Auf diesem Wege, der Erschaffung unsers eigenen Papiergeldes, kontrollieren wir seine Kaufkraft und müssen an niemanden Zinsen bezahlen.“
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Henry Ford (1863-1947):
Original:
„It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.“
Übersetzung:
„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Ich denke, würden sie es verstehen, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“
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Thomas Jefferson (1743-1826), 3. Präsident der USA:
Original:
„I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies. If the American people ever allow private banks to control the issue of their currency, first by inflation, then by deflation, the banks and corporations that will grow up around them will deprive the people of all property until their children wake-up homeless on the continent their fathers conquered. The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs.“
Übersetzung:
Ich glaube, dass Bank Institute gefährlicher für unsere Freiheiten sind als stehende Heere. Sollten die Menschen Amerikas es den privaten Banken jemals erlauben, die Ausgabe ihrer Währung zu kontrollieren, dann werden die Banken und die Kapitalgesellschaften, die um sie herum entstehen, erst durch Inflation und dann Deflation, den Menschen all ihre Besitztümer nehmen, bis ihre Kinder als Obdachlose aufwachen auf dem Kontinent, den ihre Väter eroberten. Die Macht der Geldschöpfung sollte den Banken entzogen werden und dem Volk zurückgegeben werden, dem sie rechtmässig gehört.
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Mayer Amschel Rothschild (1743-1812)
Original:
„Let me issue and control a nation’s money, and I care not who writes its laws“
Übersetzung:
„Lass mich das Geld einer Nation schöpfen und kontrollieren, und es interessiert mich nicht wer seine Gesetze schreibt.“
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Wann erkennen WIR (die Politik) endlich, dass die Lösung des Schuldenproblems nicht in höheren Steuern zu suchen ist, sondern dass unser auf Schulden basiertes Wirtschaftssystem die Ursache der Probleme ist.
Um Armut zu bekämpfen, den Haushalt zu konsolidieren und uns alle vor einer noch viel schlimmeren Finanzkrise zu schützen, müssten WIR (der Staat) nur das Geld selbst schöpfen, anstatt die Banken daran verdienen zu lassen!
WANN WACHEN WIR (DER STAAT) AUF UND SCHÖPFEN UNSER GELD ENDLICH SELBST?!?
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Über Akademie Integra

Als ich wusste, dass ich nicht wusste, was ich nicht wusste, hat mich die geistige Führung endgültig an den Rand der Verwirrung gebracht. Doch ich machte weiter, ...bis ich endlich fand!
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